Die Konjunkturdaten fielen im August in sämtlichen Regionen enttäuschend aus. Auch die Economic Surprise Indizes sind weiter gefallen und befinden sich nun im negativen Bereich. Während zyklische Währungen wie AUD, CAD und NOK, Rohstoffe wie Kupfer und Öl und auch die Zinsen bereits seit Monaten eine Abschwächung des Wachstums einpreisen, zeigten sich Aktien auf Gesamtmarktebene bislang völlig unbeeindruckt. Bei nachlassender Dynamik wird die Weltwirtschaft bis Mitte 2022 weiter über Potenzial wachsen und die Inflationszahlen werden zumindest in den USA hartnäckig hoch bleiben. Da zudem der US-Arbeitsmarkt gegen Mitte 2022 wieder voll ausgelastet sein wird, bleibt der FED kaum etwas anderes übrig, als bald mit der Reduktion ihrer Anleihenkäufe (Tapering) zu beginnen. Auch die EZB wird wohl eine Reduktion ihres PEPP (Pandemic Emergency Purchase Program) vornehmen. Näherrückendes Tapering plus saisonal schwieriger September: Die Hürden für weitere Aktienzugewinne werden höher. Nachdem sich S&P 500, der wichtigste Aktienindex der Welt, seit der Coronakrise verdoppelt hat, erwarten wir holprigere Aktienmärkte und positionieren uns etwas defensiver - bei weiterhin neutraler Aktienquote. Wir erhöhen unser Übergewicht in Schweizer Qualitätstiteln und reduzieren im Gegenzug ausländische Aktien. Da wir mittelfristig weiterhin mit steigenden Renditen rechnen, bleiben wir bei Obligationen Schweiz und kotierten Schweizer Immobilienfonds untergewichtet. Risiko nehmen wir dank positiver Rollgewinne und Angebotsdefiziten weiterhin bei den Rohstoffen.

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