Die russische Ankündigung, die Kampfhandlungen bei Kiew zu drosseln, ist in der Ukraine und im Westen mit Skepsis aufgenommen worden. «Diese Signale übertönen nicht die Explosionen russischer Geschosse», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zum Mittwoch. Das US-Verteidigungsministerium sieht die russische Ankündigung als taktisches Manöver und warnt vor einer neuen Militäroffensive in anderen Landesteilen.

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Pentagon-Sprecher John Kirby sagte, es sei bislang nur zu beobachten, dass sich «eine sehr kleine Zahl» russischer Truppen nördlich von Kiew von der ukrainischen Hauptstadt wegbewege. «Wir sind nicht bereit, die russische Begründung zu glauben, dass es ein Abzug ist.» Es sei möglich, dass die Soldaten dort nur abgezogen würden, um in einem anderen Teil der Ukraine, etwa der umkämpften östlichen Donbass-Region, eingesetzt zu werden.

Aktienkurse steigen

Dennoch reagierten die Börsen am Dienstag und Mittwoch zunächst sehr positiv auf die ersten Fortschritte bei den Verhandlungen in Istanbul. Der Dow Jones schloss am Dienstag ein Prozent höher. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,8 Prozent vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,2 Prozent zu.

Auch in Europa zeigten die Kurse aufwärts: Der deutsche Dax schloss fast 3 Prozent höher, ebenso wie der Euro Stoxx 50. Auch der Schweizer Leitindex SMI legte 1,4 Prozent zu. 

Am Mittwoch zogen die Börsen in Asien mit Ausnahme des japanischen Nikkei nach: Der MSCI-Index der wichtigsten Aktien ausserhalb Japans legte um ein Prozent zu. Der Hauptindex der Börse in Shanghai stieg um 0,9 Prozent.

Der Ölpreis legte wieder leicht zu, US-Leichtöl und die Nordseesorte Brent stiegen um etwa ein Prozent.

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(sda/reuters/gku)