Trotz des schlechten Börsenumfelds notiert die Aktie von Mobilezone im Bereich des Allzeithochs von Ende Juni von 17,16 Franken. Der auf Telefonie und Internet spezialisierte Händler von Smartphones und Tablets hat nicht nur kürzlich erst ein neues Geschäft am Flughafen Zürich eröffnet und baut Kooperationen mit Grosskunden aus, sondern unternimmt auch einiges im Bereich Kurspflege.  

So soll es bis 2025 einen Aktienrückkauf im Volumen von bis 45 Millionen Franken geben. Das wären etwa sechs Prozent der Aktien.

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Solche Massnahmen sind normalerweise gut für die Kursentwicklung. Möglicherweise schafft es die Aktie nun über den Widerstand beim Allzeithoch. Passiert das, ist die Marke von 20 Franken in Griffnähe.

Anders der Fall beim Musterdepotwert UMT. Da lief es eigentlich wie geschmiert. Vergangene Woche kam die Meldung über den erwarteten Zukauf.  Zudem hat UMT gestern die Jahreszahlen vorgelegt. Wie erwartet stiegen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen deutlich an.

Allerdings machten unerwartet hohe Abschreibungen von 5,4 Millionen Euro den Gewinnträumen der Anleger einen Strich durch die Rechnung. Der Gewinn je Aktie liegt wegen der hohen Abschreibungen nicht im Bereich der erwarteten etwa 1,50 Euro je Aktie, sondern «nur» bei etwa 0,90 Euro je Anteil. UMT kommt damit zwar auf ein sehr günstiges 6er-KGV, aber Anleger hatten mehr erwartet und drückten deshalb den Verkaufen-Knopf. Die Aktie hat deutlich an Wert verloren.

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Mit einem Dämpfer ist auch bei der Dividende zu rechnen. Anstatt der erwarteten Zahlung im Bereich von 0,50 bis 1,0 Euro könnte die Ausschüttung für 2021 komplett ausfallen. Denn der jüngste Zukauf für etwa 13 Millionen Euro hat UMT komplett aus eigenen Mitteln finanziert. Das hat die Kapitaldecke entsprechend reduziert. Für eine hohe Dividende dürfte kein Platz sein.  

Auch wenn die Erwartungen jetzt auf gesenktem Niveau weiterlaufen – der aktuelle Zukauf verspricht nicht nur künftiges Wachstum, sondern einen annualisierten Gewinnbeitrag vom Start weg. Auf Sicht von 18 bis 24 Monaten hat UMT so das Zeug zum Verdoppler oder mehr. Die Aktie bleibt im Depot.  

Rock Tech: Vereinbarung mit ominösen Autobauer

Ein weiteres Puzzleteilchen auf dem Weg zum grossen Bild hin zum Lithiumproduzenten liefert Rock Tech Lithium. Wie das Unternehmen vor wenigen Tagen meldete, wurde eine Rahmenvereinbarung mit einem deutschen Autohersteller zur Lieferung von Lithiumhydroxid als wichtiger Bestandteil für die Produktion von Batterien für Elektroautos geschlossen.  

Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Ab Ende 2022 wollen die beiden Partner einen Fahrplan erstellen, um eine CO2-neutrale Produktion von Lithiumhydroxid im geplanten Konverter von Rock Tech zu erreichen.  

Die Meldung ist ansonsten wenig konkret. Der Name des Autobauers wurde nicht genannt – es könnte aber VW, Mercedes oder BMW sein. In den nächsten Monaten dürften die Karten auf den Tisch kommen und das würde die Rock Tech-Story weiter untermauern.

Solange der Konverter nicht steht und dort kein Lithiumhyroxid produziert wird, ist die Aktie spekulativ. Doch liegen erst einmal alle Fakten vor, ist die Story viel weniger riskant, und der Kurs höher. 

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