Da bildet sich ein Boden aus. Nachdem die internationalen Aktienmärkte in diesem Jahr schon brutal abgestürzt sind, kommt jetzt etwas Ruhe in den Markt. Zumindest an der Nasdaq 100.

In den ersten fünf Monaten des Jahres hatte die weltweite Leit-Technologiebörse 25 Prozent an Wert verloren. Aber vor zwei Monaten kam der Kursverfall zum Stillstand und die Nasdaq 100 ist dabei, sich zu fangen.  

Derzeit ist der Index besonders spannend. Denn die Nasdaq 100 notiert nicht nur an der psychologisch wichtigen Marke beim Widerstand von 12’000 Punkten, sondern konnte vor wenigen Tagen die obere Begrenzungslinie des Abwärtstrends vom April nach oben überwinden.

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Risikofreudige Anlegerinnen und Anleger steigen ein und setzen mit dem Call auf den Ausbruch über den Widerstand. Wir bleiben dabei.  
 

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Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im «Handelszeitung»-Portfolio.

Nachdem der Kurs von SAF Holland schon wenige Tage nach Depotaufnahme des Calls im allgemein schwachen Börsenumfeld mit nach unten ging, erholt sich die Notierung seit einigen Tagen wieder. Das Ausgangsniveau ist bald erreicht. Damit kommt auch die Gewinnschwelle in Reichweite.

Wir bleiben dabei und setzen auf die Vorlage der Zahlen zum ersten Halbjahr am 11. August. Setzt sich die Rekordfahrt des Zulieferers der Nutzfahrzeugindustrie vom Jahresstart fort, könnte es zum Semester eine positive Überraschung geben.  

Charttechnisch bietet sich beim SDAX-Mitglied eine vielversprechende Konstellation. Die Aktie ist aus dem Abwärtstrend vom Juni nach oben ausgebrochen und der Widerstand bei 7,0 Euro ist zum Greifen nah. Fällt die Hürde, sind ganz schnell Kurse im Bereich von 8,0 Euro drin.  

Einen fulminanten Rebound von der psychologischen Marke von 100 Dollar absolvierte Brent vor wenigen Tagen. Seit Mitte Juni hatte Rohöl aus der Nordsee rund 20 Prozent an Wert verloren und war auf die Unterstützung zurückgekommen. Nun hat der Preis gedreht. Immerhin bestehen im Energiesektor enorme Unsicherheiten und das könnte den Preis von Brent weiter nach oben schieben.  

Gas ist knapp und Öl rückt als Ersatz wieder mehr in den Fokus. Öl bleibt zwar hochspekulativ, aber wir bleiben nach dem erfolgten Rebound dabei. Immerhin verläuft die untere Begrenzungslinie des Aufwärtstrends von Mitte Februar derzeit bei etwa 112 Dollar und liegt damit nicht weit über dem aktuellen Kursniveau. Sollte Öl diese Linie überspringen, könnte der Preis ganz schnell wieder bei 120 Dollar pro Barrel liegen.  

Noch ein kurzer Blick auf Bitcoin. Nach dem Kurseinbruch vor vier Wochen innert weniger Tage um rund 30 Prozent bildet die Kryptowährung kursmässig nun einen Boden im Bereich der psychologischen Marke von 20’000 Dollar je Einheit. Wie es weitergeht, gleicht Kaffeesatzleserei. Eins scheint aber sicher: Im April 2024 wird das nächste Halving, also die Halbierung der Prämie für die Produktion neuer Bitcoins, erwartet.  

In der Vergangenheit kam es nach diesem Ereignis immer zu massiven Kursgewinnen. Aber bis April 2024 ist noch lange hin. Wir bleiben dennoch vorerst an Bord. Fällt der Wert des digitalen Geldes aber deutlich unter die genannte Unterstützung, wird ein Ausstieg wahrscheinlicher.  

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