Der Kursverfall an den US-Börsen hat den Anlegern in Asien die Kauflaune verhagelt. Der Tokioter Nikkei-Index schloss am Donnerstag 1,2 Prozent tiefer bei knapp 20'406 Zählern. In China gaben die Kurse etwa 0,4 Prozent nach. Genährt wurde die Rezessionsangst von schwachen Konjunkturdaten unter anderem aus China und Deutschland und der Entwicklung am US-Anleihemarkt.

Die Furcht vor einer schwindenden Nachfrage setzte dem Ölpreis zu. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 59,30 Dollar, nachdem es bereits in der Nacht drei Prozent verloren hatte.

US-Staatanleihen rentieren weniger

Erstmals fiel die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe unter zwei Prozent. Damit liegen nun alle US-Papiere unter dem Leitzins der US-Notenbank (Fed). Hinzu kommt, dass die Rendite der zweijährigen Bonds erstmals seit 2007 über derjenigen der zehnjährigen Papiere liegt.

Diese sogenannte inverse Zinskurve gilt an den Finanzmärkten als Anzeichen einer Rezession. Das weckte Hoffnungen auf eine Zinssenkung der Fed: Am Futuremarkt wird inzwischen ein Schritt nach unten um einen halben Prozentpunkt vorhergesagt.

(reuters/mbü)