Biontech gab heute die Unterzeichnung einer Anteilskaufvereinbarung mit Novartis zur Übernahme der GMP-zertifizierten Produktionsanlage in Marburg bekannt. Bei vollem Betriebsumfang werde die Produktionsanlage Biontechs Covid-19-Impfstoff-Produktionskapazitäten um bis zu 750 Millionen Dosen pro Jahr oder mehr als 60 Millionen Dosen pro Monat erweitern, teilte die Firma mit.

Die Transaktion wird laut Pressemitteilung voraussichtlich im vierten Quartal 2020 abgeschlossen. Das Unternehmen plane im ersten Halbjahr 2021 in der Lage zu sein, bis zu 250 Millionen Dosen an BNT162b2 produzieren zu können. 

Fünf Impfstoffkandidaten

Das Werk in Marburg sei eine hochmoderne Multi-Plattform GMP-zertifizierte Produktionsstätte, die rund 300 Mitarbeiter beschäftigt, heisst es weiter. Es sei voll für die Produktion von rekombinanten Proteinen sowie für Zell- und Gentherapien ausgestattet und verfüge über Zellkultur-Labore und Produktionsfähigkeiten für die Herstellung von viralen Vektoren, mit der Möglichkeit diese langfristig zu erweitern.

Novartis habe in den vergangenen fünf Jahren erheblich in den Standort investiert. Die Übernahme werde Biontechs Bemühungen vorantreiben, die kommerziellen Produktionskapazitäten zur Herstellung des mRNA-basierten COVID-19 Impfstoffkandidaten BNT162 auszubauen.

Das BNT162 Impfstoffprogramm umfasse fünf mRNA-basierte Impfstoffkandidaten, die sich derzeit in der klinischen Testung in den USA, Europa, Südamerika und China befinden.

Biontech und Pfizer untersuchen den führenden Impfstoffkandidaten BNT162b2 in einer globalen Phase-3-Studie.

(gku)