Die Stimmung der britischen Verbraucher ist angesichts der Brexit-Unsicherheit so schlecht wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Das Barometer fiel im September um 0,6 auf 103,4 Punkte, wie das Marktforschungsinstitut YouGov und die Wirtschaftsberatung Cebr am Donnerstag zu der Umfrage mitteilten.

«Es ist jetzt klar, dass Grossbritannien aufgrund einer Kombination aus anhaltender innenpolitischer Unsicherheit und weltwirtschaftlichem Gegenwind in einen langsameren Wachstumsmodus übergegangen ist», begründete Cebr-Ökonom Kay Neufeld den Rückgang.

Handelskonflikte und eine schwächer Weltkonjunktur

Das Land will Ende Oktober die Europäische Union verlassen, doch sind die Modalitäten dafür immer noch unklar. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im zweiten Quartal, da sich zu der Verunsicherung über den Brexit auch Handelskonflikte und eine schwächer Weltkonjunktur auswirken.

Einer separaten Umfrage des Instituts IHS Markit ergab, dass sich die britischen Verbraucher zunehmend um ihre persönlichen Finanzen sorgen - und das, obwohl die Löhne zuletzt so stark stiegen wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

(awp/gku)