Die in der Coronakrise arg gebeutelte britische Konjunktur berappelt sich allmählich wieder. Die Wirtschaftsleistung zog im Mai um 1,8 Prozent an, wie das Office of National Statistics am Dienstag mitteilte. Die Zahl lag aber massiv unter den Erwartungen: Im Schnitt hatten die wichtigsten Institute mit einem Plus von 5,5 Prozent gerechnet.

Im April war die Konjunktur angesichts der umfangreichen Corona-Eindämmungsmassnahmen im Rekordtempo eingebrochen - und zwar um 20,3 Prozent.

Grossbritannien gilt als eines der weltweit am härtesten von der Pandemie getroffenen Länder. Im Vereinigten Königreich wurden im Zusammenhang mit dem Virus mehr als 44'000 Todesfälle gezählt.

Pubs und Restaurants wieder offen

Erstmals seit mehr als drei Monaten durften die Menschen in England nach den Corona-bedingten Eindämmungsmassnahmen Anfang Juli wieder Pubs, Restaurants und Friseure besuchen.

Die Regierung in London versucht zudem, dem gebeutelten Gastronomie- und Tourismussektor mit einer vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung auf die Beine helfen.

Boris Johnson will Übernahmen aus China schwieriger machen

Ausländische Übernahmen sollen in Grossbritannien künftig stärker kontrolliert werden. Hintergrund ist der steigende Einfluss Chinas. Mehr hier.

(reuters/gku)