Die chinesische Industrie löst sich aus der Corona-Krise. Der offizielle Einkaufsmanagerindex blieb im Mai zwar im positiven Bereich, schwächte sich aber auf 50,6 Punkte im Vergleich zu 50,8 Zähler im Vormonat ab. Das Barometer zeigt ab 50 ein Wachstum an.

Nach der monatlichen Umfrage des Statistikamtes NBS vom Sonntag setzen die Dienstleister - die für etwa 60 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsproduktes stehen - ihren Aufwärtstrend im Mai fort. Hier stieg der Einkaufsmanagerindex von auf 53,6 Punkte nach 53,2 im April.

Lage immer noch komplex

«Die gegenwärtige Lage der Pandemie und der Weltwirtschaft ist immer noch ernst und komplex, was zum anhaltenden Schrumpfen der weltweiten Nachfrage (im Mai) führt», sagte NBS-Vertreter Zhao Qinghe.

Die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt war im ersten Quartal um 6,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum geschrumpft und damit zum ersten Mal überhaupt seit Einführung der Quartalsstatistik 1992.

Die Virus-Epidemie hatte zu starken Einschränkungen bei Produktion und Konsum geführt. Die Regierung gibt für 2020 erstmals seit Jahrzehnten kein Wachstumsziel für die Wirtschaft aus. Sie hat dies mit den Unsicherheiten wegen der Corona-Krise begründet.

(reuters/tdr)