Greenpeace fordert zum Weltmeerestag an diesem Montag, dass die Uno mindestens 30 Prozent der globalen Meeresfläche schützt. Von der Schweiz erwartet die Umweltorganisation eine Vorreiterrolle bei der Erarbeitung des ausgehandelten Uno-Hochseeschutzabkommens.

Greenpeace fordert die Schweiz auf, den zusammen mit Wissenschaftlern anlässlich einer weltweiten Schiffsexpedition ausgearbeiteten Greenpeace-Plan zu unterstützen, wonach bis 2030 mindestens 30 Prozent der globalen Meeresfläche unter Schutz zu stellen sind. Das sei ehrgeizig, aber machbar - und nötig, schreibt die Organisation in einer Mitteilung.

Wirtschaftliche Interessen vor Gesundheit der Meere

Bisher werde nur wenig getan, um die Artenvernichtung in den Ozeanen aufzuhalten. Die wirtschaftlichen Interessen der Rohstoffbranche und der Fischereiindustrie dürften nicht länger über die Gesundheit der Meere, und damit der Menschen, gestellt werden.

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Die Corona-Pandemie mache klar, wie verletzlich alle Menschen seien und wie verletzlich die Umwelt insgesamt. Zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie den Ökosystemen generell gebe es keine Trennlinien.

Die Realität sei, dass die Menschen die Meere krank gemacht hätten. Überfischung, klimabedingte Versauerung, Strudel aus Plastikmüll, Rohstoffabbau und Unterwasserlärm vernichteten grossflächig Artenvielfalt und Lebensräume.

Plastik in den Ozeanen: Hightech ist auch keine Lösung

The Ocean Cleanup verspricht die schnelle Säuberung der Meere von Plastikmüll. Doch viele Umweltschützer halten das Projekt für nutzlos. Mehr hier.

(sda/gku)