Nach der Verabschiedung eines Gesetzesentwurfs im US-Repräsentantenhaus über eine 25-Milliarden-Schwere Finanzspritze für den angeschlagenen Postdienst hat dieser die Bedingungen des Hilfspaketes kritisiert. «Wir sind besorgt, dass einige der Anforderungen des Gesetzentwurfs - obwohl sie gut gemeint sind - die den Postdienst beschränken werden, erforderliche betriebliche Änderungen vorzunehmen, die die Effizienz steigern, die Kosten senken und letztendlich den Service für das amerikanische Volk verbessern würden», teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Der Postdienst versicherte, dass er die Unterlagen für die Präsidentschaftswahlen am 3. November rechtzeitig bearbeiten könne.

Nun muss der Senat über das Vorhaben entscheiden. Der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, hat bereits angekündigt, die Kammer werde den Gesetzentwurf «definitiv» ablehnen. Experten gehen davon aus, dass wegen der Coronavirus-Pandemie mehr Amerikaner per Briefwahl ihre Stimme abgeben werden. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mehrfach ohne Angabe von Gründen behauptet, dass das Briefwahlsystem der USA zum Betrug einlade.

(reuters/gku)