Die japanische Regierung will mit einem weiteren milliardenschweren Konjunkturpaket die coronageplagte Wirtschaft ankurbeln. Nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wird es ein Volumen von 73 Billionen Yen (rund 624 Milliarden Franken) umfassen.

Die Regierung will über die Konjunkturspritze an diesem Dienstag entscheiden. Zu diesem Zweck soll ein dritter Nachtragshaushalt für das noch bis Ende März 2021 laufende Fiskaljahr aufgelegt werden. Die vor Deutschland drittgrösste Volkswirtschaft der Welt erholt sich zwar vom Rekordeinbruch im Zuge der Corona-Krise. Dennoch kämpft die Wirtschaft weiter mit den Folgen der Pandemie.

Auf Erholungskurs

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Quartal dieses Jahres - auf das Jahr hochgerechnet - nach vorläufigen Angaben um 21,4 Prozent angezogen. Es war das erste Mal nach drei Quartalen, dass Japans Wirtschaft wieder wuchs, nachdem die Wirtschaftsmacht zuvor in eine schwere Rezession gerutscht war.

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In Japan werden die vierteljährlichen Daten zur Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet angegeben und können daher nicht mit deutschen Wachstumszahlen verglichen werden. Annualisierte Daten geben an, wie sich die Wirtschaft entwickeln würde, wenn das Tempo ein Jahr lang anhielte.

An diesem Dienstag legt die Regierung die revidierten BIP-Daten vor. Doch wird damit gerechnet, dass sich die Zahlen nicht gross ändern werden. Bis Japan die Krise vollständig überwunden hat, wird es laut Ökonomen noch Jahre dauern.

(awp/gku)