Der Konzernchef der italienischen Kreuzfahrt-Reederei Costa Crociere («AIDA», «Costa»), Michael Thamm, hat einem Medienbericht zufolge in einem Brandbrief die deutsche Regierung dazu aufgefordert, ihre Pandemie-Bestimmungen zu lockern. Dies berichtete die «Bild»-Zeitung in der Nacht auf Freitag.

So forderte der Manager in seinem Brief, die pauschalen Warnungen des Bundes vor Kreuzfahrten aufzuheben und die Kanaren aus der Liste der Risikogebiete «zum frühestmöglichen Zeitpunkt» zu streichen, hiess es bei «Bild» weiter.

Sechs Monate Zwangspause

Thamm warnte demnach zudem vor den Konsequenzen, die der Branche aus den staatlichen Verordnungen entstehen: «Durch die vollständige Einstellung des Geschäftsbetriebes in den vergangenen sechs Monaten sind in unserem Unternehmen bereits Einnahmeverluste in Höhe von 1,5 Milliarden Euro entstanden», zitierte das Blatt aus dem Schreiben, das an den deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn, den deutschen Aussenminister Heiko Maas und an den Kanzleramtsminister Helge Braun adressiert worden sei.

Reedereien parkieren ihre Kreuzfahrtschiffe

Die Kreuzfahrtindustrie befindet sich weltweit im Lockdown. Bis es weitergehen kann, werden die Ozeanriesen parkiert. Mehr hier.

(sda/gku)