«Nein, wir werden diese Geschäfte nicht verkaufen», sagte Narasimhan in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» auf die Frage, ob sich der Pharmariese bei seiner Neuausrichtung von den Generika-Sparten Sandoz und Hexal trennen wolle.

Sandoz sei einer der weltweit grössten Hersteller von Nachahmer-Medikamenten. «Wir werden das Unternehmen innerhalb von Novartis autonomer machen, damit es wettbewerbsfähiger wird.» Auch Hexal in Deutschland bleibe im Konzern erhalten. Es sei gut dass Novartis beide Marken in Deutschland habe. «Hier wird es keine Änderungen geben.»

Umbau bis etwa Mitte 2020

Für den Umbau von Sandoz hat Narasimhan 18 Monate bis etwa Mitte nächsten Jahres ins Auge gefasst. Der Amerikaner hatte angekündigt, über die Zukunft von Sandoz nach der Umgestaltung der Sparte zu einer selbstständigen Einheit zu entscheiden.

Ein Generika-Portfolio in den USA hat Novartis bereits verkauft. Hier lastet der anhaltende Preisdruck für Nachahmer-Medikamente auf den Geschäften. Der Wechsel an der Sandoz-Spitze im März hatte Spekulationen über eine Abspaltung der Sparte zusätzliche Nahrung gegeben. Die Novartis-Spitze hatte aber auch schon widersprochen – nur wird die Frage vorerst weiterhin gestellt.

Novartis ist zudem nach der Abspaltung der Augenheilsparte Alcon Anfang April nun rein auf Arzneimittel ausgerichtet.

(Reuters)