Mit Blick auf die Nachfrageentwicklung seien einige Wirtschaftsbereiche im Lauf des Monats aber zurückhaltender geworden. Zudem seien die Folgen der neuen Schutzmassnahmen noch unklar, wie die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich am Mittwoch mitteilte.

So fürchten durch die Covid-19-Pandemie derzeit rund 10 Prozent der Betriebe um ihre Existenz, im Gastgewerbe sei es sogar jeder dritte Betrieb. Insgesamt leiden laut KOF mehr als 60 Prozent der Firmen unter einer tieferen Nachfrage.

Weiter gut läuft es im Detailhandel - hier übertraf die Geschäftslage bereits im Sommer das Vorkrisenniveau. Damit sei dieser Wirtschaftsbereich der einzige, in dem die Lage nun günstiger ist als vor der Coronakrise.

Auch bei den Banken läuft es gut

Fast an das Vorkrisenniveau heran reiche der Geschäftslageindikator für die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. In den weiteren abgefragten Bereichen wie unter anderem dem verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder Grosshandel habe sich die Lage im Oktober zwar aufgehellt, sie bleibe aber noch deutlich unter dem Niveau vor der Krise. Das Gastgewerbe bleibt gar weit unter dem Vorkrisenniveau.

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Da erst am 28. Oktober die zweite Verschärfung der Schutzmassnahmen durch den Bundesrat in Kraft trat, fliesse diese neue Entwicklung noch kaum in die Umfrage mit ein. Zwar seien einige Unternehmen, die später im Monat auf die Umfrage geantwortet haben, bereits etwas skeptischer gewesen. Ein Einbruch wie im Frühjahr zeichne sich aber derzeit noch nicht ab.

(awp/tdr)