Im September waren in der Schweiz weniger Personen arbeitslos gemeldet als im August. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es gar deutlich weniger. Die Arbeitslosenquote verharrte bei historisch weiterhin sehr tiefen 2,1 Prozent.

Insgesamt waren Ende August 99'098 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos eingeschrieben, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Das sind 454 Personen weniger als im August und zugleich 7'488 (-7,0%) weniger als im Vorjahresmonat. Bereinigt um saisonale Effekte blieb die allgemeine Arbeitslosenquote im September bei 2,3 Prozent.

Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit

Die Zahlen sind keine Überraschung: Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten im Vorfeld mit einer stabilen saisonbereinigten Quote von 2,3 Prozent gerechnet. Bei der unbereinigten Quote hatten sie einen Wert von 2,1 bis 2,2 Prozent erwartet.

In den Monaten Juli und August befinden sich üblicherweise viele Schul- und Lehrabgänger auf Arbeitssuche, was zu einem Anstieg der Zahlen führt. Im September kehrt sich dies üblicherweise. Die Jugendarbeitslosigkeit ging denn auch um 3,7 Prozent auf 12'652 Personen zurück.

Weniger Kurzarbeit

Die Zahl der Stellensuchenden stieg im September demgegenüber um 0,9 Prozent auf 171'423 Personen. Gegenüber dem Vorjahr resultierte jedoch auch hier ein Minus von 4,0 Prozent. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich im September leicht um 353 auf 38'125 Stellen. Davon unterlagen rund 65 Prozent (24'884) der im Juli 2018 eingeführten Meldepflicht. Für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8 Prozent müssen Unternehmen freie Stellen vorab den RAV melden.

Die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen halbierte sich ausserdem. Im Juli - neuere Zahlen liegen nicht vor - waren 744 Personen von Kurzarbeit betroffen, 763 Personen weniger als im Vormonat. Von der Möglichkeit der Kurzarbeit machten 58 Betriebe Gebrauch, 26 weniger als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren 416 Personen in 59 Betrieben von Kurzarbeit betroffen.

(awp/gku)