«Wir setzen alles daran, einen Rückschlag zu vermeiden», sagte sie der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Samstag.

«Wir lockern dort, wo der Schutz möglich ist», führte die SP-Politikerin weiter aus. Falls sich die Bevölkerung an die Distanz- und Hygienemassnahmen hielte, komme es auch nicht zu Rückfällen, betonte sie.

«Rückfälle und erneute Verschärfungen wollen wir unbedingt vermeiden. Das wäre das schlimmste Szenario», sagte Sommaruga gegenüber der NZZ. Garantien könne aber niemand geben, warnte sie.

«Nach dem 11. Mai folgt eine längere Periode ohne Lockerungen. In dieser Zeit werden wir analysieren, welchen Einfluss die beiden ersten Öffnungsschritte auf den Verlauf der Epidemie haben», hiess es von Sommaruga weiter. Der Bundesrat sei für Konzepte zur weiteren Lockerung der Restriktionen offen - aber die Konzepte zur Umsetzung der Distanz- und Hygienemassnahmen müssten laut der Bundespräsidentin jeweils überzeugend sein.

Alle in einem Boot

Der Bundesrat versuche allerdings, die «Einschränkungen für die Bevölkerung und den Schaden für die Wirtschaft möglichst klein zu halten».

Die Schwierigkeit mit dem Coronavirus sei überall auf der Welt die gleiche: «Sie besteht darin, dass es sehr viele Unbekannte gibt. Es gibt keinen Impfstoff. Es gibt vorderhand keine Medikamente gegen das Virus.» Solange dies so sei, blieben die Schutzmassnahmen zentral. «Wir müssen die Situation daher laufend beobachten. Darum das schrittweise Vorgehen», sagte Sommaruga.

Der Zeitung Le Temps vom Samstag gab die Bundespräsidentin ebenfalls ein Interview. Dort betonte sie, dass die Pandemie die Abhängigkeit der Schweiz vom Ausland einmal mehr deutlich gemacht habe. «Wir müssen unsere Abhängigkeit vom Ausland bei medizinischen Geräten und der Energie reduzieren», sagte Sommaruga. Sie fügte gegenüber Le Temps hinzu, dass die Schweiz «mehr denn je» die Produktion einheimischer erneuerbarer Energie stärken müsse.

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SDA