Sunrise sei nicht nur der beste Internetanbieter hierzulande, sondern im ganzen deutschsprachigen Raum, schrieb das «PC Magazin» am Dienstag. Mit 962 Punkten von 1000 möglichen holte Sunrise am meisten Zähler von allen getesteten Telekomunternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Wie wichtig schnelle Datenleitungen sind, hat sich gerade während des Homeoffice während der Corona-Einschränkungen gezeigt.

«Die Internetanschlüsse in der Schweiz zeigen die insgesamt beste Performance im deutschsprachigen Raum: Alle überregionalen Netzbetreiber konnten die 900-Punkte-Marke überspringen», schrieb das «PC Magazin» weiter. Und alle wurden mit «sehr gut» benotet.

Sunrise schneller als Swisscom

Sunrise habe bei den Download-Geschwindigkeiten den Platzhirsch Swisscom überflügelt und gegenüber der zweitplatzierten UPC bei den Laufzeitmessungen einen entscheidenden Punktevorsprung herausgeholt. In den Ballungsräumen und in den ländlichen Gebieten seien die «leistungsstärksten Glasfaser-Zugänge von Sunrise bei den Latenzen unter der magischen 10-Millisekunden-Marke» geblieben.

Auf Platz zwei landete UPC mit 948 Punkten. Das Kabelnetz der UPC habe im Vergleich mit den höchsten Upload-Geschwindigkeiten gepunktet. Dies bringe beispielsweise bei der Nutzung von Cloud-Diensten Vorteile.

Die Swisscom erreichte mit 935 Punkten den dritten Platz. Der «blaue Riese» verfüge über eine gut ausgebaute Festnetzinfrastruktur, die selbst entlegene Dörfer und dünnbesiedelte Gebiete erschliesse, schrieb das «PC Magazin». Zudem habe die Swisscom häufig als einziger Netzbetreiber genügend Anschlüsse für eine statistisch belastbare Auswertung bereitgestellt.

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Kantonale Unterschiede

In städtischen Bereichen konnte die Swisscom die Kantone Aargau, Freiburg, St. Gallen, Tessin und Zug für sich entscheiden. «UPC erreichte in den Stadtgebieten von Genf, Luzern und Zürich sowie auf dem Land im Aargau meist mit exzellenten Punktzahlen den Spitzenplatz», schrieb das "PC Magazin". Gesamtsieger Sunrise habe in den Kantonen Basel-Stadt, Bern, Waadt und in den ländlichen Regionen von Zürich die Nase vorn.

Aber auch regionale Netzbetreiber wie Quickline (Bern, Land) und Netplus im Wallis würden zu den Gewinnern zählen, hiess es. Auch die erst 2018 ins Festnetzgeschäft eingestiegene Salt habe in Genf mit dem zweiten Platz einen achtbaren Erfolg erzielt.

Als einzige ausländische Anbieterin konnte die deutsche 1&1 Versatel mit 947 Zählern in die Punkteregionen der drei grossen Schweizer Anbieter vorstossen. 1&1 Versatel versorge über sein bundesweites, rund 50'000 Kilometer langes Glasfasernetz vorwiegend Geschäftskunden mit Gigabit-Anschlüssen. Im Privatkundenbereich arbeite das Unternehmen eng mit dem Schwesterunternehmen 1&1 zusammen, schrieb das «PC Magazin»: "Bei den Downloadraten brachten die Glasfaseranschlüsse der 1&1 Versatel in unserem Vergleich das beste Nutzererlebnis."

Die anderen ausländischen Anbieter wie die österreichische Magenta (903 Punkte), A1 Telekom Austria (858 Punkte) oder die Deutsche Telekom (893 Punkte) liegen punktemässig weit hinter den drei grossen Schweizer Telekomkonzernen zurück.

(awp/tdr)

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