Der französische Rüstungskonzern Thales trennt sich für 1,66 Milliarden Euro von seinem Geschäft mit Signaltechnik für Züge. Die Sparte Ground Transportation Systems (GTS) werde für 1,66 Milliarden Euro an den japanischen Rivalen Hitachi verkauft, teilte Thales am Mittwoch mit und bestätigte damit Reuters-Informationen. Die Franzosen wollen sich auf ihre drei Kernsparten - Luftfahrt, Verteidigung und Sicherheitstechnik - konzentrieren, die anders als die Signaltechnik verlässlich zweistellige Renditen abwerfen, wie Vorstandschef Patrick Caine betonte.

Thales hob folglich seine Ziele an: Angepeilt wird nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 9,8 bis 10,3 Prozent des Umsatzes. Bisher lag die Zielmarke bei 9,5 bis 10,0 Prozent.

Hitachi erklärte, seine Bahntechnik-Sparte könne mit Hilfe des Zukaufs bis 2026 auf einen Umsatz von mehr als einer Billion Yen (7,7 Milliarden Euro) kommen. Zu GTS gehören neben Signalen auch Zugkontroll- und Ticketsysteme. Zu den Konkurrenten in der Signaltechnik zählt auch die Zug-Sparte von Siemens. 

Stadler Rail und CAF ebenfalls interessiert

Laut früheren Meldungen war auch der Schweizer Zugbauer Stadler Rail am Zugsignal-Geschäft von Thales interessiert. Interessiert haben für das Thales-Geschäft soll sich ausserdem auch die spanische CAF.