Der US-Arbeitsmarkt hat sich zuletzt besser von der Corona-Krise erholt als gedacht. Im Juni wurden 4,8 Millionen Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 3,0 Millionen gerechnet. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel auf 11,1 Prozent. Hier war lediglich ein Rückgang auf 12,3 Prozent erwartet worden nach 13,3 Prozent im Mai.

Währungshüterin Mary Daly wenig optimistisch

Damit hellt sich die Lage am Arbeitsmarkt ein Stück weit auf nach den Entlassungswellen, die auf dem Höhepunkt der Corona-Krise im März und April über das Land rollten.

Dennoch ist er nach Einschätzung der US-Währungshüterin Mary Daly noch weit von Normalität entfernt: Sie geht davon aus, dass die Arbeitslosenquote auch gegen Jahresende noch zweistellig sein wird.

Über 1,4 Millionen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe nahm dagegen langsamer ab als erwartet. Insgesamt stellten vorige Woche 1,43 Millionen Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten mit einem Rückgang auf 1,36 Millionen gerechnet, nach 1,48 Millionen in der Woche zuvor.

(reuters/awp/gku)

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