Die Salomonen haben Berichten zufolge alle Besuche der US-Marine in dem Pazifikstaat vorübergehend ausgesetzt. Die Regierung in Washington sei am Montag von den Behörden auf den Salomonen über ein «Moratorium für alle Marinebesuche bis zur Aktualisierung der Protokollverfahren» informiert worden, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag einen Sprecher der amerikanischen Botschaft im australischen Canberra.

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Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind angespannt, seit die Salomonen vor wenigen Monaten ein umstrittenes Sicherheitsabkommen mit China vereinbart haben.

Angst vor zunehmendem Einfluss Chinas im Pazifik

Neuseeland, Australien sowie die USA hatten Premier Manasseh Sogavare aufgefordert, das Abkommen nicht zu unterzeichnen. Dort wächst die Angst vor einem zunehmenden Einfluss Chinas und einer möglichen Militärpräsenz des Landes in der Region, in der sich auch das US-Aussengebiet Guam befindet. Es war der erste derartige Sicherheitspakt im Südpazifik und ein wichtiger Sieg für Peking.

Erst vor wenigen Tagen kam es zu einem Zwischenfall zwischen den USA und den Salomonen, als einem Schiff der US-Küstenwache das routinemässige Anlaufen eines Hafens auf der Inselgruppe zum Auftanken verweigert wurde. Die Salomonen mit etwa 700,000 Einwohnern liegen 2000 Kilometer nordöstlich von Australien.

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