International sei viel von Big Tech die Rede, sagte Finma-Verwaltungsratspräsidentin Marlene Amstad am Dienstag mit Blick auf die Entwicklungen am Schweizer Finanzplatz und potentielle neue Markteilnehmer. Die Schweiz sei davon bisher aber nur indirekt betroffen, da diese Firmen - wie Google, Amazon, Apple - bisher höchstens grenzüberschreitend im Schweizer Finanzmarkt tätig seien.

Von den durch die Schweizer Finanzmarktaufsichtsbehörde beaufsichtigten Instituten stünden solche im Vordergrund, die Dienstleistungen im Kryptobereich anböten. Diese Angebote seien immer vielfältiger und komplexer, sagte Amstad.

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Auch im vergangenen Jahr habe es verschiedene Meilensteine gegeben: So bewilligte die Finma den ersten Kryptofonds nach schweizerischem Recht, zudem erhielt die digitale Börse - die SIX Digital Exchange (SDX) - eine Bewilligung für den Handel mit digitalisierten Effekten in Form von Token.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung gingen aber auch Risiken einher. Cyber-Risiken sind laut Finma seit drei Jahren eines der Hauptrisiken für den Finanzplatz. Es seien bereits rund 100 Meldungen eingegangen, seit die Finma im Mai 2020 die Bestimmungen zur Meldepflicht für Cyber-Attacken präzisiert habe. Ungefähr die Hälfte der Meldungen betrafen Banken. Die Finma nahm zudem 2021 drei Mal so viele Vor-Ort-Kontrollen zum Thema IT und Umgang mit Cyber-Risiken vor wie 2019.