Die Unsicherheit über die Gefährlichkeit der neuen Coronavirus-Variante Omikron und die potenziellen wirtschaftlichen Folgen ihrer Ausbreitung haben die Schweizer Börse am Dienstag gebremst. Der Leitindex SMI sank bis kurz vor Handelsschluss um 0,2 Prozent auf 12.197 Punkte. Vor allem die Warnung von Moderna-Chef Stephane Bancel, dass die aktuellen Impfstoffe gegen die neue Virus-Variante weniger wirksam seien, machen die Anleger nervös.

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Unter die Räder kamen konjunktursensitive Werte. Der Computerzubehör-Hersteller Logitech verlor 3,2 Prozent an Wert, der Prüfkonzern SGS 1,9 Prozent, der Zementproduzent Holcim 1,6 Prozent und der Luxusgüterkonzern Richemont 1,4 Prozent. Aber auch die an sich als eher krisensicher geltenden SMI-Schwergewichte Novartis und Nestlé wurden verkauft: Die Aktien des Pharmariesen sanken um 0,7 Prozent und die des Lebensmittelkonzerns um 0,5 Prozent.

Grösster Gewinner unter den Standardwerten war Lonza. Die Anteile des Arzneimittel-Auftragsproduzenten, der den Wirkstoff für das Moderna-Vakzin herstellt, stiegen um 1,7 Prozent. Am breiten Markt schossen die Anteile von Molecular Partners 14 Prozent hoch. Der Biotech-Firma zufolge schlug ihr experimentelles Covid-19-Medikament in einem Laborversuch auch bei Omikron an.