Die Schweizer Uhrenbranche hat im Juni auf ausländischen Märkten erneut mehr umgesetzt. Zwar schwächelte der wichtige Absatzmarkt China wegen der dortigen Covid-Politik und der Lockdowns weiterhin, die Entwicklung wurde aber von anderen Regionen mehr als kompensiert.

Wie aus den Zahlen des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) sowie des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hervorgeht, lag das Exportwachstum im Juni bei 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Ausfuhren kamen damit bei 2,13 Milliarden Franken zu liegen.

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Exporte nach China sinken weiter

Gegenüber Mai haben sich die Verkäufe nach China etwas erholt, wie der Verband FH am Dienstag mitteilte. Sie gingen aber im Vergleich zum Vorjahresmonat dennoch um 6,4 Prozent zurück. China zählt damit aber wieder zu den sechs wichtigsten Exportmärkten der Branche.

Hong Kong verzeichnet mit einem Rückgang von rund 31 Prozent den stärksten Einbruch im Jahresvergleich. Das Land hält sich dennoch unter den wichtigsten Exportmärkten der Schweiz.

In den westlichen Märkten hingegen nahm die Nachfrage zum Teil markant zu. Starkes Wachstum verzeichnen allen voran das Vereinigte Königreich mit 28,7 Prozent. Die Exporte in die USA stiegen um rund ein Fünftel, wobei sich das Wachstum im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Jahres aber halbiert hat. Nach Singapur kletterten die Uhrenexporte um 24,3 Prozent.

Günstige Uhren werden wieder beliebter

Die Exporte besonders teurer Uhren sind im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 8 Prozent gestiegen, heisst es weiter. Günstige Uhren unter 200 Franken sind mit einem Plus von fast einem Viertel aber besonders beliebt. Exporte von Uhren zwischen 200 und 500 Franken verzeichneten dagegen einen Rückgang von rund 30 Prozent.

(SDA)