Am Mittwoch ist es so weit: Die Nationalbank greift zu den grossen Scheinen. Nach der 10er-, 20er- und 50er-Note stellt sie die neue 200-Franken-Note vor.

Geschickt schürt sie die Spannung: Die genaue Gestaltung ist geheim, bekannt ist nur, dass der Geldschein die wissenschaftliche Seite der Schweiz thematisieren und das Hauptelement Materie sein soll.

Radikaler Schwenk

Ein radikaler Schwenk: Bislang zierte der Waadtländer Schriftsteller Charles Ferdinand Ramuz die braunen Noten, und der zeichnete sich, so die Nationalbank, «durch ausgeprägte Wahrheitsliebe aus». Ist das etwa nicht mehr gefragt in Zeiten von Fake news?

Im Gegenteil! Dichtung ist dialektisch, Naturwissenschaft unbestechlich. Was ist objektiver als die Materie? Bislang fristet der 200er eher ein Nischendasein. Mal schauen, ob er trotz viel Materie abheben kann.

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