Im Waadtländer Weinort Cully geht vom 10. bis 18. April das 33. Jazz Festival über diverse Bühnen. Es reisen Topstars der internationalen Szene an, aber auch zahlreiche Musiker aus der Schweiz.

Wein und Musik sind eine treffliche, inspirierende Kombination. Dies stellt zum 33. Mal das Jazz Festival im Waadtländer Dorf Cully unter Beweis. Auf mehreren Festivalbühnen, in den 14 örtlichen Weinkellern und längs der Promenade am Genfersees-Ufer sind vom 10. bis 18. April rund 30 Konzerte programmiert.

Zum Auftakt gibt Manu Dibango in verschiedener Hinsicht den Tarif durch. Der 81-jährige Saxofonist aus Kamerun zählt zu den bekanntesten Musikern der Welt. Sein Makossa-Sound verlinkt Jazz, Funk, Soul und westafrikanische Melodik und steht damit programmatisch für die musikalische Offenheit des Festivals in Cully.

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Für Alt und Jung

Als Giganten des internationalen Musikbusiness gelten auch die US-Jazzer Brad Mehldau (Piano), Joshua Redman (Saxofon) und John Scofield (Gitarre). Der aus Genf stammende und in Paris lebende Drummer Daniel Humair reist mit seinem All-Star-Quartett aus aktuellen Exponenten der jungen französischen Szene an: Saxer Emile Parisien, Akkordeonist Vincent Peirani und Bassist Jérôme Regard.

Für ein jüngeres Publikum spielen der kalifornische Sänger Gregory Porter, die britischen Electro-Jazzer Gogo-Penguin oder die kapverdische Vokalistin Mayra Andrade auf. Aber auch Zen-Funk-Pianist Nik Bärtsch aus Zürich, Vokalist Andreas Schaerer aus Bern im Duo mit Drummer Lucas Niggli aus Uster sowie die überraschende Berner Band Bounce.

In und Off

Inländischer Stargast ist dieses Jahr Stephan Eicher. Er feiert in Cully Premiere seines neuen Solo-Programmes mit Musik-Automaten. Gibt es im In-Festival Top-Stars aus dem In- und Ausland zu hören, bietet das traditionelle Off-Festival gegen 70 kostenlose Konzerte. Es belebt die Weinkeller und Strassenbeizen von Cully, wo die bereits legendären Openend-Sessions steigen.

Off mögen diese Events vom Preis her sein. Künstlerisch sind auch diese Konzerte hochstehend. Mit dabei ist etwa die Genfer Supergroup The Young Gods mit einem neuen Projekt.

(sda/ccr)