Es ist eine Angebotsdiversifikation der speziellen Art: Das färingische Unternehmen Bakkafrost gründet eine eigene Airline namens Farcargo, wie das Portal «Aerotelegraph» schreibt.

Der weltweit grösste Hersteller von Lachsprodukten will seine Fischfänge künftig mit einer Boeing 757-200 F ausliefern. Dadurch kann Bakkafrost die weit entfernte Kundschaft schneller erreichen. So sollen beispielsweise Israel und die USA angeflogen werden. Das Flugzeug wird von West Atlantic Sweden betrieben.

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Auf dem Rückflug soll der Cargo-Flieger dann Fracht mit auf die aus 18 Eilanden bestehende autonome Inselgruppe mitnehmen, die zum Königreich Dänemark gehört. Die Färöer-Inseln sind stark vom Fischfang abhängig, der seit Jahrhunderten die Haupteinnahmequelle der Inselbewohnenden ist. Auf die Fisch-Branche entfallen 90 und 95 Prozent der gesamten Exporte und rund 20 Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Färöer haben bereits eigene Airline

Ein weiterer wichtiger Erwerbszweig ist der Tourismus. So besuchten in Spitzenjahren vor Corona bis zu 160’000 Reisende die Inselkette im Nordatlantik, die bloss rund 54’000 Einwohnende zählt. Deshalb erstaunt es nicht, dass die Färöer-Inseln bereits über eine eigene Fluggesellschaft verfügen: die Atlantic Airways. 

Dank der nationalen Airline gibt es das ganze Jahr über Direktflüge von Dänemark, England, Island und Norwegen an den Flughafen auf der westlichen Insel Vágar. Wer es rustikaler mag, kann die Färöer auch mit der Fährgesellschaft Smyril Line erreichen. Und zahlreiche Kreuzfahrtschiffe steuern die abgelegenen Inseln auf ihren Touren an.