Hundewelpen sind die beste Aufreisshilfe. Frau: «Jöööh, so süss! Wie heisst er?» Mann: «Er hat noch keinen Namen.» – «Wieso?» – «Ich habe ihn erst aus dem Tierheim geholt.» – «Sie sind ein guter Mensch.» – «Haben Sie Zeit für einen Kaffee?»

Den Rest schenke ich Ihnen. Dafür erzähle ich Ihnen von meinem Besuch beim Möbelhaus Mobitare mit dem ­Citroën Cactus.

Frau: «Jöööh, so süss! Wie heisst der?» Ich: «Citroën Cactus.» – «Wieso?» – «Das weiss ich auch nicht.» Frau lacht: «Ist er stachelig?» – «Nein, alles andere. Eher ein bisschen weichgespült.» Frau lacht lauter: «Ich mag sie.» – «Echt? Sie kennen mich ja gar nicht.» – «Ich meine doch die weichgespülten Franzosen.»

Den Rest schenke ich Ihnen nicht. Ich packe meinen ­kleinen Einkauf in den Kofferraum und bin froh, dass ich nur wenig eingekauft habe. Denn 258 Liter tönen auf dem ­Papier okay, sind allerdings in Tat und Wahrheit wenig. Sehr wenig.

Hinters Lenkrad und los

Also hinters Lenkrad und los, schnell noch vor dem Porsche Cayenne in Richtung Zürich einbiegen. Ich schalte, was das Zeug hält. Doch hinter mir bleibt es schwarz. Der Kühler des Cayenne Turbo scheint den Cactus zu inhalieren. 100 PS auf dem Papier tönen ebenfalls okay, sind aber in der heutigen Zeit trotz Citroën-Leichtbau wenig. Sehr wenig.

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Ampel. Der Cayenne stoppt neben mir, am Steuer sitzt die Frau von vorhin. Frau: «Sie passen nicht in dieses Auto.» Ich: «Wieso?» – «Ist ein Girlie-Auto.» – «Dafür stösst es nur 82 Gramm CO2 aus», rufe ich hinterher, während der Cayenne längst verschwunden ist.

Egal. Solche Begebenheiten perlen an mir und den seltsamen Kunststoffpolstern an den Türen des Cactus easy ab. Der Kaffee schmeckt mir auch alleine.

Motor: 1,6-Liter-4-Zylinder-Diesel, Leistung: 100 PS (73 kW), 0 auf 100, km/h: 10,7 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h, Preis: ab 22 900 Franken, Basismodell ab 18 150 Franken