Der Citroën DS5 sei ein «aerodynamisches Kunstwerk», so preist der französische Hersteller seine Top-Reihe an. Trotz Skepsis solchen Anpreisungen gegenüber kann man diesmal dieser Behauptung zustimmen. Eine ­Version der aktuellen DS5-Reihe ist mit ­modernster Motorentechnologie, dem Hybridantrieb, ausgerüstet, womit die strengsten Umweltbestimmungen sogar noch unterboten werden.

Das Kürzel DS hat eine lange Geschichte. In den 1960er-Jahren überzeugten die DS-Modelle nicht nur mit einer Karosserieform, die ihrer Zeit weit voraus war. Vielmehr fielen sie durch ein äusserst grosszügiges Platzangebot und ein hydraulisch geregeltes Fahrwerk auf, das für jene Zeit hinsichtlich Strassenlage und Fahrkomfort unerreicht war.

Die Franzosen – egal ob Citroën, ihre Schwestermarke Peugeot oder Renault – sind im Automobilbau immer eigene Wege gegangen. Vor allem haben sie sich vom dominierenden Mainstream meist abgekuppelt. Die Deutschen mögen ihr viel gepriesenes Premiumsegment pflegen, Citroën hat dafür «sein» Design. Dies ganz nach dem Motto «Was nützt Pre­mium, wenn die Verpackung kaum mehr Neues bietet und an jeder Strassenecke zu sehen ist». Wer sich dementsprechend für einen DS5 entscheidet, der wird sein Auto mit Sicherheit nicht an jeder Ecke stehen sehen.

Auch was die Verarbeitungsqualität betrifft, kann der Citroën DS5 mit seiner deutschen Konkurrenz mithalten. Die für die Ausstattung des Innenraums verwendeten Materialien vermitteln das Flair ­eines modern eingerichteten Wohnzimmers. Wer es besonders chic und ausgefallen mag, wählt schwarz-weisse Lederbe­züge für die Sitze. Das gibt dem eleganten Gesamteindruck zusätzlich eine beson­dere Note.

Attraktive Formgebung und elegantes Interieur – das ist schön und gut. Aber lässt sich diese Skulptur auch fahren? Die Antwort lautet Ja. Der Antrieb des DS5 Hybrid4 wird durch einen Start-Stopp-Knopf in Gang gesetzt. Dann passiert nichts, kein Motorengeräusch. Allerdings erwacht das Armaturenbrett zum Leben. Es leuchtet, und die Zeiger vollführen nervöse Bewegungen. Daran muss man sich erst gewöhnen. Erst nach genauem Hinschauen findet man den leuchtenden Hinweis «System ready».

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Und jetzt? Trotz des immer noch ­fehlenden Motorengeräuschs muss das ­Gaspedal gedrückt werden. Allerdings vorsichtig, der Wagen wird bis Tempo 20 ­allein vom Elektromotor angetrieben. Das Anfahren kann durchaus ruckartig geschehen. Das liegt in der Natur des Elek­troantriebs, der von null an sofort seine volle Leistung abgibt. Wenn sich dann der Dieselmotor zuschaltet, läuft alles wie bei einem konventionellen Fahrzeug. Fahrer wie Mitfahrer können in ihren bequemen Sitzen das Dahingleiten geniessen – umweltfreundlich bei niedrigem Verbrauch und tiefen CO₂-Emissionen.

Das Hybridsystem, welches Citroën im DS5 einbaut, ist mit demjenigen in den Peugeot-Modellen identisch. Die Systemleistung beträgt stattliche 200 PS, der Elektroantrieb steuert dazu 37 PS bei. Der Fahrer kann über ein Drehrad in der Mittelkon­sole unter vier Antriebsarten wählen: Elektrisch (zero emission), Automatik, Sport- oder Allradantrieb. Komplett elek­trisch lassen sich mit maximal 60 Stundenkilometern Geschwindigkeit 2 bis 3 Kilometer zurück­legen. Im normalen All­tags­betrieb empfiehlt sich der Auto­matik-Modus. Dann regelt die Elektronik den Einsatz des 2-Liter-Turbodiesel- sowie des Elektromotors ohne Zutun des Fahrers. Der Durchschnittsverbrauch erreicht im reinen Stadtverkehr 7 Liter. Den CO₂-Ausstoss gibt das Werk mit 99 Gramm/Kilometer an, ein ausgezeichneter Wert für eine Limousine, die bis zu fünf Personen Platz bietet. So paaren sich im DS5 Hybrid4 auf praktische Weise Eleganz und Ökologie.