Die Universität Oxford meldet, dass ihr Covid-19-Impfstoff «strong immune responses» bei älteren Erwachsenen zeitigt. Die englische Elite-Universität entwickelt gemeinsam mit AstraZeneca ein weiteres Vakzin gegen Sars-Cov-2, auf das viel Hoffnung gesetzt wird. 

Noch im Dezember werden die Ergebnisse aus der entscheidenden Phase-III-Studie des Corona-Impfstoffs erwartet. Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Wirksamkeit zu treffen. Aber man komme dem näher «und es wird definitiv vor Weihnachten sein», sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard, der BBC.

Weniger Nebenwirkungen

Resultate aus bisherigen Tests wurden nun in «The Lancet» veröffentlicht, und sie zeigen, dass ältere Personen – also eine der wichtigsten Risikogruppen – stark ansprachen auf das Präparat. Die Aktien von AstraZeneca stiegen daraufhin im frühen Börsenhandel um gut 1 Prozent.

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Konkret wurden Ergebnisse der Phase-2-Studien bekanntgegeben – mit der Aussage, dass ältere Personen sogar weniger Nebenreaktionen auf den Stoff verspürten, doch eine ähnliche Immunreaktion wie Jüngere zeigten. 

Im erwähnten Test wurden 560 Personen beobachtet, davon 240, die älter als 70 Jahre waren.  

Die Meldung aus Oxford reiht sich ein in diverse Erfolgsmeldungen im Kampf gegen Covid-19. Am Mittwoch hatten Biontech und Pfizer verkündet, dass die Wirksamkeit ihres Impfstoffes bei 95 Prozent liegt – höher als zuvor gemeldet. Die Werte seien nach Alter, Geschlecht und Ethnie einheitlich. Auch bei Menschen, die älter als 65 sind, sei eine Effizienz von über 94 Prozent festgestellt worden. 

Man werde also in den nächsten Tagen bei der US-Arzneimittelaufsicht FDA eine Notzulassung beantragen, so die Mitteilung von Pfizer

Im Phase-III-Test von Biontech und Pfizer, so die Meldung von gestern, hatten sich von rund 45'000 Testpersonen 170 mit dem Coronavirus infiziert; davon waren 162 in der Placebo-Gruppe, während 8 bei jenen Probanden waren, die (wie vorgesehen) zwei Impfdosen erhalten hatten. Bei zehn Personen war der Verlauf schwer, wobei aber nur einer dieser Patienten den Stoff erhalten hatte, also nicht zur Placebo-Gruppe gehörte.

(rap — AWP, «Bloomberg»)

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