Die Kommunikation mit unseren Auftraggebern muss klappen», sagt Rahul Kanodia, Managing Director der Firma Datamatics mit Hauptsitz in Mumbai. «Deshalb haben wir immer einen Kontaktmann vor Ort, der genau weiss, wie die Arbeit in Indien erledigt wird, und an den sich der Kunde jederzeit wenden kann.» 1976 gegründet, ist Datamatics heute eine der führenden Outsourcing-Firmen auf dem Subkontinent mit über 3000 Mitarbeitern und einer Dienstleistungspalette, die vom Entwickeln kundenspezifischer Software-Lösungen über die Buchhaltung für ausländische Finanzkonzerne bis zum Bildschirm-Layout medizinischer Fachbücher reicht.

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In der Schweiz greift etwa Ascom auf die Dienste von Datamatics zurück. Seit geraumer Zeit lässt sich der Berner Telekomausrüster bei der Entwicklung von EDV-Protokollen für die kabellose Kommunikation von der Firma aus Mumbai unterstützen. Auch die Schweizer Post – genauer: deren Finanzsparte Postfinance – verlässt sich auf das Know-how der Inder. In einem ersten Schritt wurden Programmieraufgaben im Umfang von 20 Mannjahren an Datamatics vergeben. Aus politischen Gründen setzt der Staatsbetrieb alles daran, sein Engagement (Codename: P578) kleinzureden. Dabei deutet vieles darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit Datamatics in Zukunft deutlich intensiviert werden soll. Neben Postfinance ist der indische IT-Provider mit weiteren potenziellen Kunden aus dem Inland im Gespräch, darunter eine grosse Krankenkasse. «Wir wollen unsere Aktivitäten in der Schweiz signifikant ausbauen», bestätigt Datamatics-Chef Rahul Kanodia. «Um vor Ort über eine eigene Operationsbasis zu verfügen, sehen wir uns gegenwärtig nach einem passenden Übernahmeobjekt um.»