Mein Vater hat mir immer gesagt, «du bist ein Träumer». Stimmt. Ich habe mir aber viele Träume erfüllt und bin happy. Trotzdem spiele ich seit ein paar Wochen Lotto. Weil es mir einer meiner besten Freunde empfohlen hat. Und ich habe tatsächlich schon gewonnen – am vergangenen Freitag 6.80 Pfund bei der National Lottery in England.

Trotzdem tagträume ich ab und zu und überlege mir, ob mich ein paar Millionen verändern würden. Ich denke, nein. Ich würde meinen Liebsten das Leben erleichtern, in London eine Wohnung kaufen, statt die derzeitige mit meiner Miete zu vergolden, ein Lebzeiten-Abonnement bei Chelsea lösen und mir mehr Zeit nehmen, um mich fit zu halten. Und sonst?

Eine teure Uhr? Wozu? Andere Klamotten? Stehen mir nicht. Schönheitschirurgie? Zu spät. Lange Ferien? Zu langweilig. Aber ein neues Auto? Ja, gerne. Einen schwarzen Range Rover Supercharged mit 510 PS und allem Drum und Dran.

Zu wenig spektakulär für einen Tagtraum? Okay, dann den Ferrari FXX K: 1050 Hybrid-PS katapultieren das Cavallino Rampante in etwas über zwei Sekunden auf 100 km/h. Tempo 375 soll möglich sein, wenn der Pilot die Programme Qualify, Long Run, Manual Boost und Fast Charge richtig benutzt. Und dann die Flügel: vorne unten, hinten oben – im Vergleich zum FXX K wirkt selbst die Parade der Horse Guards in London wie ein Schwarm durchsichtiger Seepferdchen.

Anzeige

Aufwachen! Der geschätzte Preis des Rennsportlers liegt bei über drei Millionen Euro – Nachhilfe auf der Rennstrecke und persönliche Ingenieure inbegriffen. Und kaufen kann man den limitierten FXX K nur, wenn man schon einen ­LaFerrari (was für ein bescheuerter Name) besitzt.

Fazit: Selbst 347 656 Gewinne à 6.80 Pfund nützen nichts – aus der Traum!

Motor: 6,3-Liter-V12-Motor mit 860 PS, kombiniert mit einem 190-PS-Elektromotor, ­Beschleunigung: 0 auf Tempo 100 in geschätzten 2,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 350 bis 375 km/h, Preis: über drei Millionen Euro, Strassenzulassung: nein