Seit 1966 verfügt das 7100 Hektaren grosse Rebbaugebiet über eine eigene Ursprungsbezeichnung, die D.O. Almansa.Wer ­Almansa wählt, der muss auf familiengeführte Kellereien setzen. Etwa auf die ­Bodegas ­Piqueras (gegründet 1915). Der Betrieb liegt mitten im Anbaugebiet der D.O. Almansa auf einer Hochebene auf 700 Metern über dem Meeresspiegel. Seine ­Böden sind kalkhaltig; das Klima ist im Sommer sehr heiss und trocken, im Winter dagegen für iberische Verhältnisse recht kalt. Das sind ideale Voraussetzungen für den Anbau der Rebsorten Tempranillo, Monastrell, Garnacha, Tintorera, Cabernet Sauvignon sowie Syrah.

Das Traubengut wird in temperaturkontrollierten Edelstahltanks vergoren. Vor der «Vermählung» werden die entsprechenden Traubensorten in gegen 3000 amerikanischen Barrique­fässern gelagert. Erst dann erfolgt die ­Assemblage. Eine weitere Reifung erfährt der Almansa nach der Flaschenabfüllung. «Wir bringen Weine auf den Markt, welche die Essenz des Landes und seiner Menschen reflektieren», fasst Önologe Juan-­Pablo Bonete seine Produktionsphilosophie zusammen. Seine fassgelagerten Rotweine, allesamt in vernünftiger Preislage, sind würzig und elegant; sie fallen aber – ­un­typisch für einen Spanier – nicht zu schwer aus. Der Castillo de Almansa ­Reserva beispielsweise eignet sich ­hervorragend zu Ossobuco, Rumpsteak, Kalbsbraten oder Kaninchenfilet. (mk)