Benoît Violier ist «Koch des Jahres 2013». Die Restaurant-Tester von Gault Millau Schweiz zeichneten den 41-Jährigen bereits in seinem ersten Jahr als Chef des «Hôtel de Ville» in Crissier VD mit 19 Punkten aus.

Damit erreichte Violier die gleiche Note wie Starkoch Philippe Rochat, dessen Nachfolge er im April angetreten hatte. Zuvor war der Franzose 16 Jahre im Betrieb tätig gewesen, zunächst unter Frédy Girardet, dann unter Rochat als Küchenchef. Die 19 Punkte habe Violier nicht von Rochat geerbt, er habe sie erobert, heisst es im Restaurantführer.

Die Jury zeichnet Violier für seine «neuartige und verblüffende» Küche aus. Ihm sei ein fulminanter Start gelungen, sagte Urs Heller, Chefredaktor von Gault Millau Schweiz in Crissier vor den Medien.

Violier selbst erklärte sich bewegt über die Ehrung: «Das ist eine unglaubliche Überraschung nach sechs Monaten.» Er würdigte seine bekannten Vorgänger. Gleichzeitig hielt er fest, dass er mit seinen 22 Köchen etwas Neues habe schaffen wollen. «Wir wollten, dass die Leute eine Erneuerung spüren», sagte er der Nachrichtenagentur sda.

Drei Aufsteiger des Jahres

Neben Violier dürfen sich fünf weitere Köche in der Schweizer Gastronomie mit 19 Punkten schmücken: Andreas Caminada (Fürstenau GR), Philippe Chevrier (Satigny GE), André Jaeger (Schaffhausen), Didier de Courten (Siders VS) und Bernard Ravet (Vufflens-le-Château VD). Die Maximalzahl von 20 Punkten wurde in der Schweiz noch nie vergeben.

Als Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz wurde Heiko Nieder vom «Dolder Grand» in Zürich ausgezeichnet. In der Romandie ging der Titel an David Tarnowski (Chardonne VD), im Tessin an Andrea Cingari (Ponte Brolla).

Benoît Violiers Vorgänger im «Hôtel de Ville», Philippe Rochat, wurde mit der Auszeichnung «Aussteiger des Jahres» gewürdigt.

(tno/rcv/sda)