Während die Schweizer Galerien ­derzeit mehrheitlich Sommerpause machen, lädt die Oryx Foundation Luzern Liebhaber zeitgenössischer arabischer sowie iranischer Kunst ins Kunst(Zeug)Haus in Rapperswil-Jona ein. Zum ­Anlass des fünfjährigen Bestehens der gemeinnützigen Stiftung sind noch bis zum 16. August Werke von Künstlern aus acht verschiedenen Nationen zu sehen.

In ­diesem Umfang bislang wohl einzigartig, bieten sie auf ­einer Ausstellungsfläche von rund 1000 Quadratmetern einen eindrücklichen Einblick in die arabische und iranische zeitgenössische Kunstszene. Im Fokus steht der grenz- und kulturübergreifende Dialog durch die Kunst.

«Zu viele Wände, nicht genug Brücken»

Die aktive Förderung des freundschaftlichen Austauschs zwischen Ost und West ist das zentrale Anliegen der Oryx Foundation. Neben verschiedenen Kulturveranstaltungen wird ein äusserst aktives Künstleraustauschprogramm gepflegt: In den letzten fünf Jahren wurden über 25 Künstler aus dem arabischen und iranischen Raum nach Luzern eingeladen, wo sie während zwei bis drei Monaten als «Artists in Residence» die Möglichkeit hatten, die Schweiz kennenzulernen. Ebenso erhielten europäische Künstler die Möglichkeit, den Mittleren Osten zu bereisen.

Die Ergebnisse dieses Austauschprogramms sind nun in der aktuellen Gruppenausstellung «There Are Too Many Walls But Not Enough Bridges» zu sehen. ­Obwohl es sich um eine Museumsausstellung handelt, können die Werke bei Interesse erworben werden – mit dem Erlös wird die Oryx Foundation für künftige Aktivitäten unterstützt. Die Künstler werden in der Schweiz (und teilweise in ganz Europa) von der AB Gallery ­Luzern vertreten. Der Preisrahmen der Werke reicht von 350 bis 66'000 Franken. (ba)

Anzeige