Der Santa Fe gehört zu den ausgewachsenen Autos. Ursprünglich war er exklusiv für den US-Markt gedacht. Doch der SUV-Trend entwickelt sich auch in Europa extrem stark Richtung Lifestyle. Dieser Trend ist hierzulande ungebrochen. Deshalb möchte sich die gesamte Autoindustrie ein möglichst grosses Stück vom Kuchen abschneiden.

Aber nicht allein wegen seiner zeitgemässen Ausrichtung ist der Santa Fe zum Erfolg geworden. Es sind die praktischen Vorteile des typischen SUV, die überzeugen. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang erstens viel Platz für die Insassen. Die Passagiere, selbst mehrere Kinder, werden nicht unnötig eingeengt. Falls erforderlich, lassen sich sperrige Güter transportieren. Die grosszügige Verglasung der Kabine sorgt für ein angenehmes Raumgefühl. Zudem profitiert der Fahrer – dank hoher Sitzposition – von einem guten Rundumblick. Umfragen ergaben, dass dieser Punkt ganz wesentlich zur Beliebtheit dieser Wagengattung bei Frauen beiträgt.

Allerdings sind SUV wegen ihrer Grös­se und Masse und des daraus resultierenden Treibstoffverbrauchs nicht unbestritten. Umweltschützer monieren, die behäbigen Fahrzeuge seien für Fussgänger und Velofahrer besonders gefährlich. Aus­serdem seien sie Spritfresser. Letzteres ist ein immer wieder gerne vorgebrachtes Klischee. Die Motoren des Santa Fe widerlegen diese Behauptung. Betrug der Verbrauch in früheren Jahren nach EU-Norm 10 und mehr Liter für 100 Kilometer Fahrtstrecke, so sind es heute mit den beiden aktuellen Dieselmotoren des neuen Santa Fe (2 Liter/150 PS und 2,2 Liter, 197 PS) nach EU-Norm 6,1 bis 6,8 Liter; im täglichen Fahrbetrieb in der Stadt etwas über 8 Liter. Das sind heute Werte, die noch vor gar nicht so langer Zeit höchstens von Mittelklassewagen erreicht wurden. Dasselbe gilt für die CO2-Werte (160 bis 178 Gramm/Kilometer).

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Dass die Koreaner in technischen Belangen inzwischen auf Augenhöhe mit der japanischen und europäischen Konkurrenz liegen, manifestiert sich nicht nur in der Motorentechnik. Auf dem Gebiet der Sicherheit hat Hyundai seinen SUV se­rienmässig mit einem Schutzmechanismus für Fussgänger ausgerüstet. Kommt es zu einer Kollision, hebt sich die Motorhaube im Bereich der Frontscheibe, was das Verletzungsrisiko minimiert. Hinzu kommen, ebenfalls serienmässig, Fahrassistenz- und Sicherheitssysteme sowie sieben Airbags, darunter ein Knie-Airbag für den Fahrer.

Was den Fahrkomfort betrifft, hat der Hersteller auch an Kleinigkeiten gedacht. Mit der Flex-Steer-Lenkung lässt sich das Steuern des doch recht grossen Wagens den Wünschen des Fahrers anpassen. Zur Auswahl stehen die Modi Comfort, Normal und Sport. Die Einstellungen regeln die Härte der Lenkeinstellungen. Wer die Strasse über das Lenkrad direkter fühlen möchte, der wählt die Einstellung Sport; wer es weicher respektive komfortabler mag, entscheidet sich für Comfort oder Normal.

Die Flex-Steer-Lenkung ist ein nettes technisches Detail, aber nicht unbedingt entscheidend für die Fahrsicherheit. Es zeigt jedoch deutlich, dass sich die Koreaner auch dann auf gleichem Niveau mit ihrer Konkurrenz bewegen, wenn es darum geht – jenseits der Probleme Verbrauch, Sicherheit oder Fahrzeugqualität –, neue technische Ideen für die Produktion zu realisieren. Ein zentrales Element der technischen Ausrüstung des Santa Fe ist der sich automatisch zuschaltende Allradantrieb. Die Motorkraft wird im Normalfall hauptsächlich auf die Achse mit der besseren Haftung geleitet. Die Kraftverteilung kann aber auch manuell auf das Verhältnis 50:50 eingestellt werden.

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In der Schweiz ist der SUV aus Korea in drei Ausstattungsvarianten lieferbar. Die Modelle mit dem 2,2-Liter-Dieselmotor sind als Fünf- oder Siebenplätzer zu haben. Der Basispreis beginnt bei 37390 Franken (2 Liter) und endet bei 49490 Franken (2,2 Liter). Das 2,2-Liter-Aggregat ist zudem mit einem Sechs-Stufen-Automaten kombinierbar. Der Aufpreis dafür beträgt 2400 Franken.