Familie Brenninkmeijer | ZG/BL

Textilhandel, Immobilien, Beteiligungen
9–10 Milliarden

Familie Fentener van Vlissingen | GR

Handel, Energie
5–6 Milliarden

Mit einem neuerlichen Rekordabschluss verabschiedete sich SHV-Chairman Paul Fentener van Vlissingen unlängst mit 64 Jahren in den Unruhestand. Der bekennende Naturschützer engagiert sich nun verstärkt in der African Parks Foundation, die Nationalparks im südlichen Afrika kultivieren will. Der niederländische Familienkonzern, mit starken Töchtern und feinsten Privatquartieren im Bündnerland und im Wallis präsent, profitiert aktuell extrem von steigenden Gaspreisen. Der Konzernumsatz explodierte und schnellte um rund 30 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro hoch. Der Gewinn stieg um 50 Millionen auf 317 Millionen Euro. Nichte Annemiek Fentener van Vlissingen (44) rückte auf den Chefsessel nach.

Erben Schmidt-Ruthenbeck | ZH/SZ

Handel, Hotels
3–4 Milliarden

Familie Defforey | GE

Detailhandel
2–3 Milliarden

In ganz Europa gewinnt der Preiskampf im Detailhandel an Schärfe. Seit einiger Zeit bieten sogar etablierte Grossverteiler wie die französische Carrefour, weltweit zweitmächtigster Detailhandelskonzern, eine Billiglinie in ihrem Sortiment an. Das zehrt an den Margen, schmälert die Gewinne und wirkt sich alles andere als beflügelnd auf die Aktienkurse von Carrefour aus. Die in Genf wohnhafte Familie Defforey, die den Konzern einst mit den Familien Badin und Fournier gegründet hatte, sich dann aber mit dem Management überwarf und aus der Führung ausgeschlossen wurde, hält immer noch eine Beteiligung. Diese ist prozentual zwar gering, repräsentiert aber einen Börsenwert von über zwei Milliarden Franken.

Familien Maus, Nordmann | GE

Detailhandel, Textilien
2–3 Milliarden

Über die Maus Frères Holding sind die Familien Maus und Nordmann an Handelsfirmen wie Manor (Warenhäuser), Athleticum (Sportartikel), Fly (Möbel) und Manora (Restaurants) beteiligt. Dazu gesellen sich die Marken Lacoste und Aigle im Textil- sowie Bekleidungsbereich. Vergangenes Jahr erwirtschaftete die Manor-Gruppe mit 8000 Vollzeitstellen einen Umsatz von 3,045 Milliarden Franken. Gemeinsam mit Carrefour betreiben die Maus Frères die ehemaligen Jumbo-Märkte. An diesem Joint Venture hält Maus Frères 60, der französische Konzern Carrefour 40 Prozent der Anteile. Diese Beteiligungen sollen bis ins Jahr 2006 auf je 50 Prozent angeglichen werden. Carrefour hat den Zuschlag für den Bau eines neuen Einkaufszentrums beim Stadion von St. Gallen erhalten. Alle zwei Jahre will der Konzern zudem einen Hypermarché eröffnen. Ungeachtet der starken Expansion hält der weltweit zweitgrösste Detailhandelskonzern in der Schweiz lediglich einen Marktanteil von drei Prozent.

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Familie Mimran | BE

Handel, Bank, Immobilien
1,5–2 Milliarden

Jean-Claude Mimran hat mit dem Berner Unternehmer Marcel Bach und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone über die gemeinsam kontrollierte Firma Gstaad 3000 die Aktiven der Glacier-3000-Region Les Diablerets–Gstaad für fünf Millionen Franken gekauft. Mimrans Engagement bei einer touristischen Einrichtung kommt überraschend; allerdings ist er der Region seit langem verbunden, besitzt er doch seit 18 Jahren ein Chalet in Gstaad. Deshalb wollte er wohl nicht mit ansehen, wie die Bergbahn am Diablerets-Gletscher endgültig in den Konkurs rutscht. Die von seinem Vater in den fünfziger Jahren gegründete Mimran-Gruppe ist vor allem in Afrika aktiv und beschäftigt rund 10000 Personen. Zum Imperium gehören Zuckerproduktion und Getreidehandel in Senegal und Côte d’Ivoire sowie eine Bank in Senegal, die in Paris über eine Filiale verfügt.

Urs E. Schwarzenbach | GR/GB

Devisenhandel, Hotels
1,5–2 Milliarden

An diesem Strahlemann-Image hat der Zürcher Druckersohn Urs Ernst Schwarzenbach jahrzehntelang gearbeitet. Seinen Namen soll die Welt mit unermesslichem Reichtum assoziieren: mit Privatflugzeug und Hubschrauber, eigenen Poloclubs und -pferden, einem riesigen Landsitz in Schottland und eigenen Nobelhotels wie der «Sonne» an der Goldküste in Küsnacht, dem «Dolder» oberhalb von Zürich oder dem «Suvretta House» zu St. Moritz. Fotos gehen um die Welt: Schwarzenbach mit Queen Elizabeth II. von Grossbritannien. Und dann das: Die (wirklich echte) Milliardärin Heidi Horten verklagt Urs E. Schwarzenbach. Der Finanzakrobat mit Wechselstuben in London und Zürich (Intex Exchange) soll die Witwe des früheren deutschen Kaufhauskönigs Helmut Horten um etliche Millionen geschröpft haben. Die Austro-Schweizerin mit einem halben Dutzend mondänen Wohnsitzen von den Bahamas bis St. Moritz hatte in London die frühere DDR-Botschaftsresidenz gekauft und Schwarzenbachs Bündner Baufirma Sisa mit einer standesgemässen Renovation beauftragt. Madame Horten bestätigt BILANZ ihren Gang zum Kadi. Konkret äussern mag sie sich nicht, «weil die Sache gerichtsanhängig ist».

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Walter Frey | ZH

Autohandel, Beteiligungen
1–1,5 Milliarden

Um den Autoimporteur Walter Frey ist es ruhig geworden. Seit sich der Ex-Nationalrat, lange einer der profiliertesten SVP-Vertreter, aus der Politik verabschiedet hat, kümmert er sich in erster Linie um sein grosses Reich des Automobilhandels. Mit bekannten Marken wie Toyota, Daihatsu, Subaru und Jaguar ist die Emil Frey AG in der Schweiz präsent. Mitte 2004 konnte man überdies die Vertretung für Suzuki dazugewinnen, weil Konkurrent Erb kollabierte. Verstärkt wurde im abgelaufenen Jahr auch die Position in Mitteleuropa. Bereits ist Frey in Ungarn, Tschechien und Polen tätig. BILANZ konnte erstmals einen etwas tieferen Blick in sein Autoreich werfen – und musste anschliessend die Vermögensschätzung um einige hundert Millionen Franken anheben. Einmal ist der Gruppenumsatz von gegen sechs Milliarden weitaus höher als bisher angenommen. Zudem weist das Unternehmen gehörig viel Substanz auf; die zahlreichen Verkaufsläden beispielsweise befinden sich in eigenen Liegenschaften. Da kann es Walter Frey verschmerzen, dass er bei den ZSC Lions nicht nur als VR-Präsident amtet, sondern auch grösster Geldgeber des Zürcher Clubs ist.

Pincus Green | ZG

Rohstoffhandel, Beteiligungen
1–1,5 Milliarden

Seine alten Mitstreiter wie Ex-Partner Marc Rich oder Willy Strothotte von Glencore bezogen gerade wieder öffentlich verbale Prügel.

Die Gilde der Zuger Rohstoffhändler war einmal mehr – mit Zeitverzögerung – bei illegalen Geschäften ertappt worden; diesmal mit dem früheren irakischen Diktator Saddam Hussein. Der 70-Jährige, eingebürgert am Zugersee, hat mit all dem nichts mehr zu schaffen und taucht amtlich nur noch bei der gemeinnützigen Darchey-Noam-Stiftung in Luzern auf. Von seinen vier Kindern agiert sichtbar Sohn Alan Green, und zwar bei der Zuger Anlageberatungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Yeshil Management.

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Madeleine Schickedanz Herl | GR

Versandhandel
1–1,5 Milliarden

Willy Strothotte | SZ

Rohstoffhandel
1–1,5 Milliarden

In einer Zeit, da immer mehr Firmen dazu übergehen, ihre Mitarbeiter mit frugalen und damit spesenschonenden Weihnachtsessen abzuspeisen, lässt der Auftritt erst recht aufhorchen: Vor Jahresfrist glänzte der britische Sänger Sting mit seinen Balladen im Chamer Lorzensaal am vorweihnachtlichen Festmahl der Glencore-Mitarbeiter. Der Firma war nichts zu teuer, schliesslich gab es für den weltgrössten Rohstoffhändler ein Bombenjahr zu feiern: 2004 kletterte der Umsatz um 32 Prozent auf 72 Milliarden Dollar, die Vermögenswerte verbesserten sich um 56 Prozent auf 23,5 Milliarden. Nun dürfen die Mitarbeiter gespannt sein, wer dieses Jahr für Stimmung sorgen wird, denn die anhaltend steigenden Rohstoffpreise haben dem Baarer Konzern noch grössere Einnahmen in die Kasse gespült. Sehr zur Freude des Managements; dieses hält alle Glencore-Aktien, VR-Präsident Willy Strothotte (61) besitzt mit geschätzten zehn Prozent den grössten Anteil. Die Glencore-Titel sind im Wert zusätzlich stark gestiegen dank der wichtigsten Beteiligung: Der 40-Prozent-Anteil am Minenkonzern Xstrata wird an der Börse mit über sieben Milliarden Franken bewertet. Der Frohsinn des Kaders allerdings ist nicht ungetrübt; der Name Glencore steht auf der Liste von Unternehmen, die möglicherweise gegen das Uno-Embargo gegen den Irak verstossen haben.

Ronald de Waal | AG

Textilhandel
1–1,5 Milliarden

Seit sich der – Privatjet – fliegende Holländer Ronald de Waal in seiner Schweizer Wahlheimat der Dessous-Kette Beldona angenommen hat, kehrt allmählich alter Glanz zurück. Im aargauischen Baden werden wieder Modetrends gestrickt. Für die zweite glamouröse «Beldona Fashion Night» unter de Waals Regie musste die Modefirma bereits eine grössere Halle mieten: die Maag Event Hall in Zürich. «Beldona ist eine starke Marke», sieht sich de Waal auf gutem Weg, das Schweizer Logo «zu einem internationalen Label zu machen».

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Der 54-jährige Textilhändler beschäftigt jede Menge Trendscouts in seinem internationalen Fashion-Imperium. Allein sein Filialnetz unter dem Namen WE umfasst gegen 350 Läden in Europa.

Aus der Konkursmasse von Vilenzo hat der Wahlschweizer eben erst bekannte Marken wie Van Gils, Bad Boy und Jaguar übernommen und den Zukauf in Waal Wear umgetauft. Abgestossen hat Ronald de Waal indes sein Aktienpaket von The Body Shop, bleibt aber bei der multinationalen Kosmetikkette mit an Bord. Heiss diskutiert wird an den Börsen derzeit über die Zukunft der traditionsreichen US-Handelskette Saks. Bei der Gruppe mit 343 Warenhäusern – davon 56 Stores unter dem legendären Namen Saks Fifth Avenue – figuriert Ronald de Waal als viertgrösster Aktionär und sitzt seit mehr als zwei Jahrzehnten im Verwaltungsrat.

Familie Gaydoul-Schweri | ZH

Detailhandel
800–900 Millionen

Seit Philippe Gaydoul (33) bei Denner das Zepter führt, hat der Discounter sein Schmuddel-Image abgelegt und deutlich Marktanteile hinzugewonnen. Sowohl beim Umsatz wie beim Gewinn legt die Nummer drei im Detailhandel seit ein paar Jahren wieder kräftig zu. Ein Riesensprung nach vorn ist Gaydoul mit der Übernahme der Pick-Pay-Kette von der deutschen Rewe gelungen. Auf einen Schlag hat sich das Denner-Filialnetz dadurch auf 700 Standorte erweitert, während die kumulierten Verkaufszahlen um mehr als ein Drittel auf jährlich 2,5 Milliarden hochgeschnellt sind. Dies alles soll den geschäftstüchtigen Enkel des legendären Karl Schweri (1917–2001) nur etwas mehr als 60 Millionen gekostet haben – ein echter Schnäppchenpreis!

Zwar musste sich Gaydoul vor anderthalb Jahren erheblich verschulden, um die frei werdenden Aktien seines ausstiegswilligen Onkels, Nicolas Schweri, übernehmen zu können. Zusammen mit seiner Mutter, Denise Gaydoul-Schweri, verfügt er seither über eine hauchdünne Kapital- und Stimmenmehrheit an der Rast Holding, zu der neben Denner auch der Spielwarenhändler Franz Carl Weber gehört. Die beiden Schweri-Kinder René und Eliane sitzen derweil als stille Teilhaber auf den restlichen Anteilen der Familienholding. Der agile Firmenchef scheint das Unternehmer-Gen seines Grossvaters geerbt zu haben, wiewohl er in mancherlei Hinsicht bereits aus dessen übergrossem Schatten getreten ist. Vom härter werdenden Verteilkampf im Schweizer Detailhandel hat seine Gruppe bislang nur profitiert. Dem Markteintritt Aldis und Lidls schauen die Schweri-Erben denn auch relativ entspannt zu.

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Familien Keller, de Schaller, Blancpain | ZH

Welthandel, Mischkonzern
700–800 Millionen

Im Sog des Wirtschaftsbooms in Asien wächst der Handelskonzern Diethelm Keller Siber Hegner (DKSH) zweistellig und wird immer profitabler. Das Unternehmen wird von den Familien Keller sowie de Schaller und Blancpain aus der Diethelm-Familie kontrolliert; weitere Aktionäre sind Carolina Müller-Möhl und Christophe Gautier. Nun wird das Aktionariat verbreitert. Durch eine Kapitalerhöhung und einen Aktienbeteiligungsplan sollen auch Kaderleute die Möglichkeit erhalten, sich an der DKSH zu beteiligen.

Familie Haid | ZH/TI

Detailhandel
400–500 Millionen

Schritt um Schritt reduziert Mary Haid ihre Beteiligung an Clas Ohlson, jener schwedischen Supermarktkette, die ihr gleichnamiger Vater aufgebaut hat. Heute hält sie noch 22 Prozent der Firma, die sich hervorragend entwickelt und an der Stockholmer Börse inzwischen mit einer Milliarde Euro bewertet wird. Sohn Björn sitzt im Verwaltungsrat des Unternehmens und lebt – wie sein Bruder Toni – ebenfalls in der Schweiz.

Familie Mackie | VD

Elektrohandel
400–500 Millionen

Die Elektrogrosshandlung City Electrical Factors (CEF) dürfte in Westeuropa so ziemlich jeder Bauhandwerker kennen: über 800 Niederlassungen, 4500 Beschäftigte, eine Lieferflotte von 1700 Transportern, deutlich mehr als eine Milliarde Franken Umsatz. Dass der Engländer Thomas L. Mackie den expansiven Betrieb 1951 in England gegründet hatte und seit Jahrzehnten aus der Waadtländer Wahlheimat unter Strom hält, ist sogar amtlich dokumentiert. Wer allerdings den Namen des diskreten Strippenziehers eingibt in die firmeneigene Suchmaschine, wird enttäuscht: unbekannt.

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Silvio Denz | Grossbritannien

Parfumgrosshandel
200–300 Millionen

Vor ein paar Jahren leistete sich Silvio Denz das Privileg, seine Hobbys zum Beruf zu machen: Der Liebhaber erlesener Weine hat sich an zwei Weinhandelsunternehmen und an einem Weingut beteiligt. Im Frühjahr kaufte er zudem das 60 Hektar grosse Weingut Château Faugères im Bordelais. Das Geld dafür stammt aus dem Verkauf der Alrodo-Discountparfümerien vor sechs Jahren an die französische Marionnaud. Den Erlös investierte Denz in Liegenschaften und Obligationen, aber auch in ausgewählte Aktien, etwa des Berner Pharmagrossisten Galenica, der zu den Überfliegern an der Börse gehört. Stattlich verdient Denz auch im Londoner Immobilienhandel, wo er mit einem ansässigen Spezialisten alte Häuser an besten Lagen in der City kauft und renoviert, um sie dann Gewinn bringend zu veräussern.

Peter Stüber | ZH

Autohandel, Immobilien
200–300 Millionen

Peter Stübers Merbag Holding ist auf Wachstumskurs – nicht rasant, aber sie legt deutlich zu. Zwei neue Garagen, in Aarburg und Bellach, hat der führende Schweizer Mercedes-Händler seiner Gruppe hinzugefügt. 24 Betriebe sind es damit, 1200 Mitarbeiter werden inzwischen beschäftigt. Mit der Ausweitung ist auch der Umsatz gestiegen, für das Jahr 2005 werden knapp 620 Millionen Franken erwartet. Die Immobilien, in denen sich die Garagen befinden, sind praktisch ausschliesslich in Familienbesitz. Zudem bewirtschaftet die Gruppe Wohn- und Gewerbeimmobilien im In- und Ausland. Stüber hat zwar schon im vergangenen Jahr das Alter erreicht, sich in den Ruhestand zu verabschieden, aber er denkt nicht daran: Weiterhin amtet er als Präsident der Zürcher Tonhalle-Gesellschaft, und er betreut als Honorarkonsul für Deutschland die Kantone Schwyz und Zürich.

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Philippe Olivier Burger | ZH

Bekleidung
100–200 Millionen

Der Kleiderhändler ist unter die Verleger gegangen. Im Herbst ist seine Zeitschrift «A-dress» erschienen, die es im Gegensatz zu herkömmlichen Modekatalogen mit jedem kommerziellen Lifestylemagazin aufnehmen kann. Wie diese verkauft «A-dress» Inserateraum an Dritte; auch die zu Burgers Textilgruppe gehörenden Unternehmen PKZ, Feldpausch und Blue Dog müssen für die Anzeigen bezahlen. Die erste Ausgabe war ausgebucht. Im Vertrieb profitiert die Zeitschrift von der Kundendatenbank der PKZ-Gruppe, die zu den umfangreichsten der ganzen Branche gehört. Von der Auflage von einer halben Million Stück können etablierte Verleger nur träumen.

Werner Ernst Huber | GR/Singapur

Kaffee, Tee, Kakao
100–200 Millionen

Er ist 81 Jahre alt und jeden Tag von neun Uhr morgens bis fünf Uhr abends im Büro: Werner Ernst Huber hat sich mit seiner Kaffeerösterei in Singapur bestens etabliert. In diesem Jahr bekamen seine Kaffeesorten die Halal-Zertifikation – damit sind sie nach islamischen Regeln als Getränke für strenggläubige Muslime zugelassen. Boncafé vertreibt eine breite Produktpalette und unterhält Präsenzen in den Golfstaaten und im Pazifikraum. Im Oktober hat Boncafé in Thailand eine Coffee Academy gegründet. Jungunternehmern wird hier gezeigt, was alles in der Bohne steckt und wie man ein Café führt. Huber senior gönnt sich mittlerweile etwas mehr Freizeit, die er gerne in St. Moritz verbringt. Er hat sein Geschäft schon so lange in Singapur, dass sein Sohn und Marketingmanager Christian (32) kein Deutsch mehr spricht.