Hier arbeitet man bereits seit 1964 nach den Grundregeln biodynamischer Landwirtschaft und leistete damit wahre Pionierarbeit in Frankreich. Kultiviert werden auch Weingärten in den Rhône-Lagen Vinsobres und Vacqueyras. Hierbei beschränkt man sich bei Perrin und Fils nicht auf ausgewählte Rebsorten, sondern keltert die Weine aus bis 13 verschiedenen Traubenarten. Dass die Weine von Perrin et Fils höchsten Qualitätsstandards entsprechen, beweist ihre Mitgliedschaft in der Primum Familiae Vini, in der die elf wichtigsten Weingüter der Welt vereint sind.

Die Trauben für den Peyre Blanche 2010 stammen von einem Weinberg südwestlich des Dorfes Cairanne, wo die Rebstöcke auf kargen Lehm- und Kiesterrassen wachsen. Verwendet wurden für diese Cuvée sowohl Grenache- als auch Syrah-Trauben, die 2010 einen hervorragenden Jahrgang hatten. Starker Frühlingsregen und ein heisser Sommer liessen intensiv-fruchtige Weinbeeren gedeihen. Nach der Lese wurden die Trauben zerkleinert und bis zu zweimal täglich umgepumpt. Der Ausbau erfolgte in Edelstahltanks.

Ein helles Rubinrot kennzeichnet den Peyre Blanche 2010 im Glas. Er überzeugt mit Aromen reifer Pflaumen und Kirschen, wobei auch ein Hauch roter Lakritz auffällt. Am Gaumen ist dieser Rotwein von einer fast kreidigen Note geprägt und wirkt sehr präsent. Der Geschmack von Pflaumen und sowohl süssen als auch sauren Kirschen trägt sich weiter bis zu einem langen Abgang, wie er unter den Weinen des Châteauneuf-du-Pape selten ist. (hz)