Obschon es bei den malerischen Projekten in der Hauptsache um die grundsätzlichen Elemente der Malerei geht, also um Pinselstrich, Materialität der Farbe und Farbe, ist das Resultat alles andere als formal. Breedveld sagt, sie habe einen fundamentalis­tischen Zugang zur Malerei.

Doch ist dieser Ansatz lediglich der Ausgangspunkt für ihre Arbeiten. Mit ihren endlosen, in dicken Schichten überein­andergelegten Farben bringt die Künstlerin ­einen fast schon kinetischen Aspekt ins Spiel. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse zur Abstraktion erscheint es fast schon ­paradox, dass Breedvelds spätere Arbeiten immer wieder Assoziationen mit Landschaften hervorrufen. Dies mag einerseits mit dem Format ihrer Arbeiten zusammenhängen als auch mit dem sich wiederholenden horizontalen Pinselstrich und der Rolle des Lichts in Kombination mit dem horizontalen Charakter ihrer Arbeiten.

Die aus vielen Farbschichten bestehenden Werke deuten Interaktionen von Licht und Wasser, Licht und Wolken, Licht und Materie an. Sie strahlen eine räum­liche Dimension aus, die indes schlecht zugeordnet werden kann und es schwierig macht, das Auge zu fokussieren. Oft wirken ihre Bilder so, als ob man einen Gegenstand im Nebel betrachtet. Die gezeigten Arbeiten kosten zwischen 4500 und 16000 Franken. Parallel zu Breedveld stellt der Pariser Künstler Guillaume Millet Zeichnungen im Cabinet de Dessins der Galerie aus. (ba)

Marian Breedveld, Galerie Bernard Jordan, Zürich; bis 17. März 2012.