Drei Komplikationen in einem Weltzeitchronographen, der sich über einen Drehring steuern lässt, sind eine Neuheit – und deshalb ist das fünfköpfige Vogard-Team in Nidau bei Biel denn auch stolz auf das aktuellste Patent sowie die Premiere der Datezoner an der «BaselWorld 2011». Der Mechanismus der Stoppuhr ermöglicht, dass beim Drehen des Stundenzeigers über die Mitternachtslinie das Datum automatisch vor- oder rückwärts springt und somit in jeder Zeitzone exakt den richtigen Kalendertag anzeigt. Was sich so simpel liest, verlangte mehrjährige Entwicklungsarbeit. Die Lösung wurde erst möglich durch die Konstruktion eines in einer schiefen Ebene liegenden Synchronisationsrades, das vom Zeitzonenwerk angetrieben wird und jeweils eine der 31 Noppen (entsprechend der Tage eines Monats) unter der Datumsscheibe ansteuert.

Minimalste Fertigungstoleranz

Entscheidend – und deshalb ein gut gehütetes Geheimnis – war die Berechnung des exakten Winkels für die Positionierung des Synchronisationsrades in der schiefen Ebene. Vogard-Gründer und -Inhaber Michael genannt Mike Vogt konnte bei der Entwicklung auf die Unterstützung von Andreas Strehler zählen, einem anerkannten Tüftler, geht es um komplizierte Kaliber.
Ebenso wichtig für das Funktionieren des Mechanismus ist die Fertigungstoleranz. Die Komplikation verlangt für ihre Bauteile allerhöchstens Planabweichungen von 0,01 Millimetern, also einem Hundertstelmillimeter. Nur wenn alle Teile diese geforderte Präzision aufweisen, schaltet das Datum um einen Tag vorwärts oder – etwa dann, wenn um Mitternacht von Osten gegen Westen geflogen wird – rückwärts.

Tag- und Nacht- und Sommerzeit-Anzeige

Das Datumsfenster ist bei der 6 positioniert und überzeugt durch seine Grösse und einfache Ablesbarkeit. Ob in der eingestellten Zeitzone hell oder dunkel ist, bestätigt über dem Datum die Tag-Nacht-Scheibe.
Die Datezoner basiert auf der gleichen genialen Zeitzonenumstellung, wie sie Vogt vor sechs Jahren mit seiner ersten Kollektion und seinem Modell Business Officer vorstellte. Das bedeutet: Hebel auf der rechten Seite des 48-Millimeter-Gehäuses öffnen und den Drehring, die Lünette, auf die gewünschte Stadt bei 12 Uhr drehen. Selbst die Sommerzeit lässt sich genau einstellen, auch dies dank einem Vogard-Patent.
Schliesslich ist auch bei der Datezoner der personalisierte Drehring mit Städten – oder auch Börsen-, Flug-, Renn- oder Golfplätzen usw. – nach Wahl möglich. Mit dem Drehring in Stahl wird sich der Preis der Uhr in der Höhe von zirka 15 000 Franken bewegen, mit einer Drehlünette aus 18 Karat Gold bei etwa 18 000 Franken. Die Preise werden in Basel publik.

www.vogard.com