Mit «20/20vision» hat die ursprünglich 2006 in Los Angeles gegründete Christophe Guye Galerie anlässlich ihres 5-Jahre-Jubiläums in Zürich ein neues biennales Galerieformat gestartet. «20/20vision» steht in der Augenheilkunde für die optimale Sehschärfe und verweist auf das Entstehungsprinzip der Ausstellung: 20 eingeladene nationale und internationale Experten nominieren je einen Künstler, der ihrer Meinung nach noch nicht die Anerkennung erhalten hat, die er verdient.

In der bisher umfangreichsten Ausstellung der Galerie sind rund 40 Werke zu sehen: Von analoger Schwarzweiss- und Farb­fotografie bis zu digital verarbeiteten Bildern sowie Objekte, standortspezifische Installationen, Videoarbeiten und Fotoskulpturen.

Zeitgenössische Kunstschaffende im Fokus

Das ambitionierte Ausstellungsprojekt ist massgeblich dem enthusiastischen Engagement der beteiligten Kuratoren und Künstler zu verdanken. Thematisiert wird das Selbstverständnis der Künstler und ihr Umgang mit dem Medium Fotografie.

Im Fokus stehen zeitgenössische Kunstschaffende, die sich ­innerhalb der Gegenwartskunst vielseitig und vertieft mit fotografischen Techniken beschäftigen, ohne ihre Arbeit dabei auf das Medium zu reduzieren. «20/20vision» zeigt keine fotografischen Trends, sondern strebt ein inspirierendes Nebeneinander verschiedener Künstler, Experten, Konzepte und Techniken an.

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Mit dieser Werkschau soll nicht nur künstlerisches Talent gefördert werden, sondern sie stellt auch eine Strategie im Umgang mit der Bilderflut dar: Die Ausstellung ist eine Einladung an die Betrachterinnen und Betrachter, die Aufmerksamkeit auf die ausgewählten Werke zu richten und die Flut vorbeiziehen zu lassen. Die Ausstellung läuft bis zum 5. September; Sommerpause ist vom 1. bis 16. August. (ba)