Der heutige Hauptsitz der Schweizerischen Post an der Berner Viktoriastrasse wird wohl nicht mehr zu einem Luxushotel umgebaut. Das Gebäude hat eine neue Besitzerin und diese lässt die Pläne der früheren Eigentümerin Credit Suisse fallen.

Neue Besitzerin des auch «Schönburg» genannten Gebäudes im Berner Spitalackerquartier ist die Firma Swiss Prime Site (SPS) mit Sitz in Olten. SPS-Geschäftsleitungsmitglied Peter Lehmann bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Berner Tageszeitung «Der Bund» vom gleichen Tag.

Verschiedene Szenarien

Es sei auch richtig, dass SPS die Planung neu beginne, sagte Lehmann. Die Pläne eines Immobilienfonds der Schweizer Grossbank für ein «Hospitality-Gebäude» mit Hotel, Wellness, Konferenzräumen und Appartements hätten sich zerschlagen. Deshalb sei es nicht sinnvoll, sie weiterzuverfolgen.

Stattdessen denke SPS nun alle möglichen Szenarien durch - von einer Renovation bis hin zum Abbruch des Gebäudes mitsamt kompletter Neugestaltung des Areals. Es sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass ein Hotel im Rahmen einer Neukonzeption doch eine Rolle spielen könnte - «allerdings sicher nicht allein, sondern in einem Nutzungsmix.»

Berns Tourismusdirektor fordert mehr Luxushotels

Als vor mehreren Jahren bekannt wurde, dass die Schweizerische Post ihren heutigen Hauptsitz verlässt, forderte Berns Tourismusdirektor Markus Lergier den Umbau der «Schönburg» zu einem Hotel. Bern brauche Luxushotels. Etwas später gab die Crédit Suisse bekannt, sie hege solche Pläne.

SPS ist nicht nur neue Besitzerin der «Schönburg», sondern auch Eigentümerin des neuen Posthauptsitzes in Bern-Wankdorf. Diesen wird die Schweizerische Post im Frühling beziehen.

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(awp/ccr)