Die Angst vor Arbeitslosigkeit in der Schweiz steigt. Das ergab das Sorgenbarometer der Credit Suisse, das jährlich publiziert wird. Jeder dritte Schweizer nannte die Furcht vor einem Jobverlust und steigender Jugendarbeitslosigkeit als eines der dringendsten Probleme.

Dies hängt auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zusammen, die nicht überraschend den ersten Platz im Ranking belegt. So gehen 80 Prozent der Stimmberechtigten davon aus, dass die Folgen der Pandemie sich noch für die nächsten drei Jahre ungünstig auf die Zahl der Arbeitslosen auswirken wird.

Abgesehen von der Sorge um Corona hat sich das Ranking zum Vorjahr wenig verändert. Die früheren Hauptsorgen um Altersvorsorge, Umweltschutz oder Einwanderung traten aber etwas in den Hintergrund.

«Comeback der Willensnation Schweiz»

Gemäss Lukas Golder vom Gfs.bern ist ein verstärkter Fokus auf innenpolitische Themen zu beobachten, zum Beispiel auf die Versorgungssicherheit bei Medikamenten, Schutzmasken und anderen Produkten. Auch wächst das Interesse der Bevölkerung an Politik. Dies beschrieb Golder als «Comeback der Willensnation Schweiz».

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Neben den negativen Aspekten der Pandemie gibt es auch Themen, die positiv  bewertet werden. Zuversicht herrscht in Bezug auf die Stärke des Finanzplatzes und der Robustheit des Gesundheitswesens. Optimismus prägt auch den Blick auf den Arbeitsplatz, wo viele mit einem dauerhaften Digitalisierungsschub rechnen inklusive der Möglichkeit, flexibler im Homeoffice zu schaffen.

Die Befragungen zum CS Sorgenbarometer wurden im Auftrag des Forschungsinstituts Gfs.bern durchgeführt. Es wurden insgesamt 1798 Stimmberechtigte aus der ganzen Schweiz befragt.