Das Haus «Neo» hat das gewisse Etwas. Es ist kubisch und dennoch grazil. Fest im Boden verankert, schwebt es gleichwohl in der Luft. Der Blickfang erreicht auf der Internetsite von Swisshaus unter der Rubrik Hausideen die meisten Klicks. Es zeigt, dass moderne, designorientierte Hauskonzepte gefragt sind. «Der Trend geht zu einer reduzierten, gradlinigen Form mit Flachdach», sagt Riccardo Di Giulio, Mitglied der Geschäftsleitung von Swisshaus. «Die Nachfrage nach klassischer Architektur und Landhausvillen ist rückläufig.» Dass die meisten Häuser trotzdem noch immer im klassischen Stil mit Giebeldach gebaut werden, liegt nicht zuletzt an baurechtlichen Auflagen aus den Gemeinden.

Swisshaus ist Mitte der neunziger Jahre aus der Idee entstanden, Familien mit kleinem Budget zu einem Eigenheim zu verhelfen. Das Konzept beruht auf einem klar definierten Baubeschrieb, straffen Bauprozessen, individualisierbaren Hauskonzepten und einer Festpreisgarantie. Ein systematisierter Bauablauf und ein definierter Leistungsumfang sorgen für Sicherheit bei Baukosten und Planbarkeit. Nationale Partnerschaften mit Handwerkern ermöglichen Preisvorteile, die sich positiv auf die Baukosten auswirken. Ein unterkellertes Vierzimmerhaus mit einer Wohnfläche von 101 Quadratmetern, Küche und Sanitäranlagen sowie einer umweltfreundlichen Heizung kostet moderate 359'700 Franken.

Höhere Ansprüche, höhere Kosten

Unter dem Strich sind die Baukosten aber in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ein traditionelles Haus wie der Projektvorschlag «Altea», das meistgebaute Swisshaus, kostete vor zehn Jahren 340'000 Franken, heute sind es 397'000 Franken. «Die Qualitätsansprüche der Kunden und die gesetzlichen Anforderungen sind gestiegen und mit ihnen die Baukosten», sagt Riccardo Di Giulio. Wo früher ein einfacher Teppich verlegt wurde, gibt es heute Laminat, Parkett oder keramische Platten; auch energieeffizientes Bauen mit Wärmpepumpe statt Ölheizung verteuert das Bauen.

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Selbstverwirklichung wird immer wichtiger. «Das Bedürfnis der Kunden, ein Haus ganz nach den eigenen Wünschen zu planen und zu bauen, hat stark zugenommen», sagt Riccardo Di Giulio. Swisshaus hat sich darum nach und nach zu einem Ansprechpartner für individuelles Wohnen für jede Käuferschicht entwickelt – mit nach oben offenen Budgets.

Bauten nach Mass

Früher realisierte das Unternehmen fast ausschliesslich Häuser in Anlehnung an bestehende Projektvorschläge, heute werden die meisten an die Bedürfnisse des Bauherrn angepasst: von der speziellen Holzfassade über extragrosse Panoramafenster oder eine Galerie bis zur Wellnesszone und Sauna in den Bädern. Eine wachsende Zahl der Häuser wird sogar ganz von Grund auf entwickelt: Individuelle Ausbauwünsche und ausgefallene Ideen haben in solchen Architektenhäusern viel Platz, wie diese Beispiele zeigen.

In einer kleinen Thurgauer Gemeinde baute Familie Stauffacher ein Architektenhaus mit Swisshaus, das viele Forderungen des Bauherrn wie eine grosszügige gedeckte Terrasse enthält. Die Villa im Bauhaus-Stil hat eine kubische Form und verströmt durch die filigrane Architektur viel Leichtigkeit und mediterranes Flair. Ihr Clou ist ein Betonskelett, das die Terrasse umschliesst und diese so optisch in den Baukörper integriert. Damit wurden auf raffinierte Weise fliessende Übergänge zwischen Innen- und Aussenraum hergestellt.

In Meilen am Zürichsee suchte ein Bauherr ein Haus im Baustil der dreissiger Jahre. Weil er keines zu einem angemessenen Preis fand, liess er von Swisshaus einen Neubau nach dem Vorbild dieser Zeit errichten. Erst im Innern des Gebäudes ist zu erkennen, dass es sich beim weiss verputzten Backsteinhaus mit den Fensterläden und dem steilen Walmdach um einen Neubau handelt. Es ist ein kompakter, klassischer Bau mit hohen Fenstern und einem grosszügigen Treppenhaus, umgeben von einer terrassierten Aussenanlage mit modernem Wasserbecken und Holzdeck.

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In Feusisberg im Kanton Schwyz hat sich Familie Näf den Traum einer Villa mit Sicht auf den Zürichsee erfüllt. In Anlehnung an die Hausidee «Caliana» hat die Version Näf aber einiges an Opulenz zugelegt: Anstatt Eisengeländer wurden die Terrassen mit Balustraden eingefasst, was dem Haus einen herrschaftlichen Touch verleiht. Ein durchdachtes Lichtkonzept setzt besondere Akzente: Die exklusive Wellness-Dusche im Elternbad energetisiert die Benutzer je nach Lust und Laune in Grün, Pink oder Orange. Und in der Küche sorgen zwei Abzugshauben in Form von Kronleuchtern für Glanzpunkte.

Egal, ob das Haus auf einem bereits durchdachten Hauskonzept basiert oder es von Grund auf neu entworfen wird – in jedem Fall wird es von Swisshaus von der ersten Idee über die Planung bis zur Schlüsselübergabe individuell entwickelt. Ein Festpreis garantiert Kostensicherheit. Planungsphase und Bauablauf sind erprobt, und die am Bau beteiligten Handwerksbetriebe werden zentral vom regionalen Swisshaus-Bauleiter gesteuert. Es gibt klar definierte Materialvorgaben und Qualitäten, gebaut wird mit Partnern und lokalen Handwerkern. Vom Spatenstich bis zum Einzug ins Eigenheim dauert es in der Regel bei einem massiv gebauten Einfamilienhaus sechs bis acht Monate. Etwas kürzer ist die Bauzeit beim Holzhaus («Natur pur» ).

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Gelangt ein Interessent an Swisshaus, wird ein Vorprojekt mit Ideen und ersten Plänen gestartet. Dieses wird so lange diskutiert, bis ein Vertrag aufgesetzt werden kann, der Leistungsumfang und Zahlungsetappen enthält. Die Anzahlung beträgt maximal 30'000 Franken für ein Einfamilienhaus. Sobald sie geleistet ist, wird dem Bauherrn ein Team zugewiesen, bestehend aus Architekt und Projektleiter, Bauleiter und Zeichner. Pläne und Grundriss werden konkretisiert und so vorbereitet, dass die Baueingabe erfolgen kann. Ebenfalls so weit als möglich wird die Bemusterung festgelegt, wie die Art des Verputzes, Ziegelfarbe, Türen und Fenster.

Parallel dazu werden Küche, Sanitärapparate sowie Bodenbeläge bemustert und auch die am Hausbau beteiligten Handwerker bestimmt. «Häufig steigen die Verlockungen und Spezialwünsche zum Zeitpunkt des Auslesens», sagt Riccardo Di Giulio. «Die Bauherren werden verführt durch freistehende Badewannen oder Designerküchen, die eingangs der Ausstellungen präsentiert werden. Sie werden dann leicht realitätsfremd.» Diese Angebote sprengen meistens den vorgesehenen Budgetrahmen. Di Giulio rät deshalb, genügend Reserven für Extras einzuplanen und budgetorientiert auszuwählen.

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Sobald die Auswahl steht, wird der Innenausbau anhand der Offerten definitiv bestimmt. Wenn die Baubewilligung erteilt ist, wird so schnell als möglich mit dem Bau begonnen – ein grosser Moment für die Hausbesitzer in spe, die dann zum Spatenstich geladen werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird ein Abnahmeprotokoll erstellt und das Haus offiziell übergeben. Spätestens wenn der Zügelwagen vorfährt, realisiert der Bauherr, dass sich sein Traum vom Eigenheim auch tatsächlich erfüllt hat

Natur pur: Holzhäuser sind ökologisch und atmungsaktiv.

  • Beim Bau eines Holzhauses von Swisshaus ist die Klimaanlage inbegriffen. Der Naturbaustoff nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf, die beim Duschen, Kochen oder über die Atemluft entweicht, und gibt sie wieder an die Umgebung ab. Dies trägt zu einem gesunden Raumklima bei. «Im Gegensatz zu einem Massivhaus reguliert ein Klimaholzhaus die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise», sagt Andreas Züst, Leiter Holzbau von Swisshaus.
     
  • Ein weiterer Vorteil sind die schlankeren Aussenwände, die Holzhäuser im Vergleich zu Massivhäusern haben. Indem ein Hauptteil der natürlichen Dämmung in die Holzkonstruktion eingebaut wird, können im Durchschnitt acht Zentimeter Wandstärke bei gleichem Dämmwert eingespart werden. Verglichen mit einem Massivhaus, weist das Holzhaus einen Nutzflächengewinn von vier Prozent auf.
     
  • Alle Massivhaus-Ideen von Swisshaus werden mit minimalen Anpassungen auch in Holzbauweise realisiert. Zudem wurden acht Hauskonzepte in unterschiedlichen Architekturstilen eigens für den Holzbaubereich entwickelt. Die Baukosten liegen zwischen 450'000 und einer Million Franken. Die Häuser werden aus einheimischem Fichtenholz und nach allen Energiestandards realisiert.
     
  • Während die Bauphase beim massiv gebauten Haus sechs bis acht Monate dauert, verkürzt sie sich beim Holzhaus um sechs bis acht Wochen. Der verkürzten Bauzeit steht eine längere Planungsphase gegenüber, da der Innenausbau vorher definiert werden muss.

 

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