Der Ausfall eines wichtigen Benachrichtigungssystems für Piloten, das von der Federal Aviation Administration (FAA) betrieben wird, störte am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) den Flugverkehr in den USA. Zahlreiche Passagiere, die einen Inlandsflug antreten wollten, berichteten in den sozialen Medien über Verspätungen.

Laut der Webseite «flightaware.com» waren mehr als 1200 Flüge innerhalb, nach oder aus den USA verspätet, rund 100 waren ausgefallen. Ob der Computerausfall der Grund für die Störungen war, war nicht ersichtlich. 

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Am Nachmittag teilte die FAA mit, dass der normale Flugbetrieb in den USA allmählich wieder aufgenommen werde. Ein Stopp für Inlandsflüge ist wieder aufgehoben.

Swiss und Flughafen Zürich nicht betroffen

Auf den Flughafen Zürich hat sich die technische Panne nicht ausgewirkt, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Alle Flüge, auch jene in die USA, würden planmässig durchgeführt. Ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport sagte gegenüber Reuters, die operativen Auswirkungen auf den Flugbetrieb in Frankfurt seien bislang gering.

Auch die Swiss teilte mit, der Vorfall der FAA habe keine Auswirkungen auf ihre Flüge in die USA. «Die Operation verläuft – Stand jetzt - wie geplant», schrieb ein Sprecher. Lufthansa und British Airways gaben ebenfalls an, nicht vom Systemausfall betroffen zu sein.

FAA hat System neu gestartet

Aufgrund der technischen Panne hatte die FAA ein rund 90 Minuten anhaltendes Flugverbot für Inlandsverbindungen verhängt, das kurz vor 15 Uhr aufgehoben wurde. Zuerst konnten die zwei Hubs in Newark und Atlanta den Betrieb wieder aufnehmen, weil der Luftverkehr in diesen Gebieten überlastet gewesen war, wie die FAA via Twitter verkündete. 

Gemäss der FAA waren Landungen jederzeit möglich. Deshalb hat es wohl auch nur geringe Auswirkungen auf Auslandsflüge in die USA gegeben.

Betroffen war beim Computerausfall das sogenannte NOTAM-System (Notice to Air Missions System). Dieses übermittelt wichtige Informationen für den Luftverkehr und ist daher für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs unverzichtbar. Für betroffene Passagiere und Angehörige hatte die FAA eine Hotline eingerichtet. 

Die FAA startete das System neu, was wohl zur Behebung des Problems führte. Man werde die Ursache für den Ausfall weiter untersuchen, versprach die US-Bundesluftfahrtbehörde.

Im vergangenen Sommer war es auch in der Schweiz zu einer technischen Panne beim Unternehmen Skyguide gekommen, das für die Flugsicherheit hierzulande zuständig ist. Die Störung hatte die Flughäfen Zürich und Genf während Stunden lahmgelegt. Es konnten weder Flugzeuge starten noch landen, Flüge mussten annulliert oder umgeleitet werden. Tausende Passagiere waren betroffen.

(bloomberg/reuters/dob/mth)