Die Nobelmarke aus Modena hat Grosses vor. Sie will in den nächsten zwei Jahren die Wachstumsstrategie von Firmenchef Harald Westers umsetzen, welche die Jahresproduktion von 8000 auf 50000 Fahrzeuge versechsfachen soll. Mit der Konsequenz, dass auch der Schweizer Importeur statt der letztes Jahr verkauften 161 Autos sich ab Mitte des Jahrzehnts im vierstelligen ­Bereich bewegen will. Dieses Wachstum kann aber nur erreicht werden, wenn die Marke mit dem Dreizack mit einem ­Einsteigermodell neue Kundenkreise und Märkte (China, Brasilien usw.) erschliesst – und mit einem Preis deutlich unter 100000 Franken aufwartet. Diese Rolle wird dem Ghibli übertragen, dem kleinen Bruder der preislich weit höher angesiedelten Oberklasse-Limousine Quattroporte. Auf der Shanghai Motor Show Ende April feiert der Einsteiger-Maserati seine Weltpremiere.

Im Vergleich zum Quattroporte gibt sich der Ghibli – ­genannt nach dem nordafrikanischen Wüstenwind und schon mal in den 1960er-Jahren eine Baureihe aus Modena – sportlicher. Für den entsprechend dynamischen Antrieb und Auftritt sorgt ein 3,0-Liter-V6-Turbomotor mit Achtgang-Automatikgetriebe. Wahlweise soll die jüngste Maserati-Kreation über Hinter­antrieb oder, für die Schweiz besonders von Interesse, über das Allradsystem Q4 verfügen. Zugleich wird das viertürige Coupé der erste Maserati in der fast 100-jährigen Firmengeschichte, der alternativ auch mit einem Dieseltriebwerk ­geliefert werden soll. (mk)

Der Maserati Ghibli soll im Frühherbst 2013 auf den Markt kommen. Sein Preis ist noch nicht festgelegt.