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Frederik Paulsen
Quelle: Alexey Nagaev

PersonFrederik Paulsen

Die Liebe zum ewigen Eis packte Frederik Paulsen bereits vor sechs Jahrzehnten. «Schon als Kind habe ich Wikinger-Bücher verschlungen», bekennt der Schwede mit Wurzeln auf der Nordseeinsel Föhr sowie Unternehmen und Wahlwohnsitz am Genfersee. Zu seinem ersten gewaltigen Marsch zum Nordpol brach der Chemiker und Chairman des führenden Hormonherstellers Ferring Pharmaceuticals in Saint-Prex VD allerdings erst 2001 auf – nachdem er zuvor innerhalb eines Vierteljahrhunderts die Familienfirma mit hormonellen Peptid-Präparaten an die Weltspitze geführt hatte. Denn 1982 hatte der gleichnamige Vater seinen jüngsten Sohn – mit gerade einmal 32 Jahren – in die Verantwortung genommen und den Junior zum alleinigen Geschäftsführer berufen. Aus ein paar Millionen Schweden-Kronen, die Ferring Anfang der 1980er Jahre als Verkaufserlöse addierte, wuchs unter seiner Regie ein Riese mit Fabriken in elf Ländern, acht Forschungslabors, 6500 Beschäftigten und mehr als zwei Milliarden Franken Umsatz heran.

Dass es in Arktis und Antarktis nicht nur jeweils einen, sondern gleich vier Pole gab, konnte der Abenteurer auf Abruf also erst einmal nur nachlesen; Expeditionen blieben tabu – eben bis zur Jahrtausendwende. «Mich hat schon immer das besonders Schwierige interessiert», sagt der Vater von fünf Kindern. Oder: «Auszuprobieren, was in einem steckt, spornt mich an», gestand der 70-Jährige dem Magazin «Opium».

Beiläufig nannte Paulsen eine weitere «Passion»: den Weinbau. Der Nebenerwerbswinzer besitzt respektable Weingüter in Georgien und Österreich. Und er hat Föhr, die Insel seiner Ahnen, mit den nördlichsten Rebgärten auf die Winzer-Weltkarte gebracht.

(Stand: November 2020)

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