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Jan Jenisch
Quelle: AFP

PersonJan Jenisch

Wie ein Bulldozer ging Jan Jenisch ans Werk, nachdem er im September 2017 beim weltgrössten Zementhersteller Lafarge-Holcim den Chefposten übernommen hatte: Fast die komplette Konzernleitung hat der 53-jährige Deutsche ersetzt, die Hierarchieebene darunter ganz eliminiert, von den beiden Hauptsitzen einen geschlossen (Paris) und den anderen verlegt (von Zürich nach Zug), diverse Ländergesellschaften verkauft und den verbleibenden mehr Verantwortung gegeben. «Die Ergebnisse in der Vergangenheit waren nicht immer zufriedenstellend. Man muss als Manager dann auch Konsequenzen ziehen», begründete er damals sein hartes Durchgreifen.

Nun zahlt sich die Rosskur aus: Fünf Quartale hintereinander konnte der Konzern «die Profitabilität überproportional steigern», wie Jenisch im Herbst stolz verkündet. Das macht sich auch an der Börse positiv bemerkbar, Lafarge-Holcim gehört dieses Jahr zu den grossen Gewinnern. Jetzt muss Jenisch die Erfolgsserie bestätigen – die Zeit der transformativen Abschlüsse sei vorbei, sagt der gebürtige Deutsche, der zuvor fünfeinhalb Jahre lang erfolgreich den Bauchemiekonzern Sika leitete. Sprich: Die niedrig hängenden Früchte sind gepflückt. Für weitere Fortschritte braucht es weniger rabiate, aber deshalb nicht weniger anstrengende Massnahmen.

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