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Jan Jenisch
Quelle: AFP

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Seitdem Jan Jenisch bei seinem Amtsantritt vor drei Jahren Lafarge-Holcim ordentlich durchgeschüttelt hat, ist der weltgrösste Zementhersteller wieder auf Kurs. Letztes Jahr konnte der 54-Jährige Rekordgewinne vermelden, die Schulden reduzieren und die Liquidität stärken.

Eine vergleichsweise stabile Basis, um durch die Corona-Krise zu kommen. Brach zunächst der Umsatz ein, weil Baustellen weltweit schliessen mussten, geht es seit April wieder aufwärts. Auch wegen eines Sparprogramms, das fast 400 Millionen Kosten aus dem Konzern nahm – ohne Stellenabbau.

Gegenwind spürt der Süddeutsche, der vorher während fünf Jahren dem Spezialitätenchemiehersteller Sika explosives Wachstum beschert hatte, derzeit bei den weichen Faktoren: Greenpeace wirft seinem Konzern 122 «ernst zu nehmende Hinweise auf Skandale und unternehmerisches Fehlverhalten» vor. In den Kampagnen für die Konzernverantwortungsinitiative war Lafarge-Holcim eine der Hauptzielscheiben. Wohl auch deshalb verschärft Jenisch nun die Nachhaltigkeitsziele: «Wir werden unsere Anstrengungen auf dem Weg zu einem Net-Zero-Unternehmen konsequent fortsetzen, um unsere Vorreiterrolle im Bereich des nachhaltigen Bauens zu erweitern», sagt er.

Für die Post-Corona-Zukunft ist ihm nicht bange: «Wir sind gut positioniert, um im kommenden Jahr von diversen Stimuluspaketen profitieren zu können», so Jenisch. Vielleicht kommt dann auch die Aktie endlich vom Fleck. Denn die hat Jenisch noch immer nicht auf Kurs gebracht.

(Stand: Dezember 2020)

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