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Bern, Bundeshaus, 18.9.2019 — Nationalraetin Magdalena Martullo-Blocher im Bundeshaus.Foto: Karl-Heinz Hug
Quelle: Karl-Heinz Hug

PersonMagdalena Martullo-Blocher

Für die erfolgsverwöhnte Chefin des Chemiekonzerns war 2020 schwierig – die Corona-Krise und der starke Franken setzen der Firma zu. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz um über 20 Prozent. Rund 60 Prozent des Umsatzes steuert die Autoindustrie bei, und die musste gewaltige Einbrüche verkraften. Branchenexperten gehen davon aus, dass dies langfristig für die Ems-Chemie wohl ungute Zeichen sind, denn die Autohersteller dürften den Druck auf die hohen Margen des Schweizer Zulieferers künftig verstärken. So musste Martullo-Blocher ankündigen, dass die Dividende für 2020 tiefer ausfallen werde. Das dürfte aber zu verkraften sein: Die Sonntagspresse hat vorgerechnet, dass die Blocher-Töchter Magdalena, Miriam und Rahel, die rund 70 Prozent halten, in den letzten zehn Jahren 2,3 Milliarden an Dividenden kassierten. Der Durchschnittslohn bei den Mitarbeitern ist in diesem Zeitraum indes noch gefallen. Kein Wunder, gab es Stimmen in Onlineportalen, die der Firma ein miserables Zeugnis ausstellten und «mangelnde Wertschätzung» beklagten.

(Stand: Dezember 2020)

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