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Der designierte Siemens Schweiz Chef Matthias Rebellius am Hauptsitz in Zürich am Dienstag, 19. März 2019.
Quelle: PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

PersonMatthias Rebellius

Matthias Rebellius hat dieses Jahr noch einmal einen Karrieresprung gemacht: Seit dem 1. Oktober sitzt er im Vorstand von Siemens und leitet dort die weltweite Sparte Smart Infrastructure mit 72 400 Mitarbeitern und 15,2 Milliarden Euro Umsatz. Und er ist neu im Aufsichtsrat von Siemens Energy (91 000 Mitarbeitende und 29 Milliarden Umsatz). Schweizer Länderchef von Siemens ist er schon seit ein paar Jahren und als Herr über 5295 Mitarbeitende an mehr als 20 Standorten der grösste industrielle Arbeitgeber des Landes.

Seit 2006 lebt der gebürtige Wuppertaler in der Schweiz, unterbrochen nur von einem dreijährigen Aufenthalt in Chicago. Seit diesem Jahr hat er den Schweizer Pass. Mit seiner Dreifachfunktion ist Rebellius nun zum wichtigsten Schweizer Industriemanager aufgestiegen. 30 Jahre hat er sich dafür im Konzern hochgearbeitet, einen anderen Arbeitgeber hat er nie gehabt. Ein Lebensplan sei das nicht gewesen, sagt er, es habe sich so ergeben. Die Berufung in den Vorstand heuer kam für den 55-Jährigen «nicht ganz so überraschend», wie er selbst sagt, war er doch vorher schon die Nummer zwei in der Sparte Smart Infrastructure.

Corona ist die bisher grösste Herausforderung in der Karriere des passionierten Radfahrers, Läufers und Schwimmers. Bislang hat er sie ordentlich gemeistert: Trotz zeitweiliger Werksschliessungen und der Probleme wichtiger Kunden etwa aus der Automobilzuliefer- und Maschinenbauindustrie hat Siemens Schweiz dieses Jahr den Umsatz halten können. «Das gibt mir die Zuversicht, dass wir auch nach der Krise weiterwachsen werden», sagt Rebellius. Das Geschäft mit Smart Infrastructure ist sowieso eher langfristig angelegt und auch dank des Servicegeschäfts weniger von der Krise betroffen. Schwerstarbeit erwartet Rebellius dafür in seiner neuen Rolle als Aufsichtsrat bei Siemens Energy: Er muss mithelfen, die noch immer überwiegend vom Öl- und Gasgeschäft abhängige Firma zukunftstauglich zu machen.

(Stand: Dezember 2020)

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